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Fußball: Wacker Innsbruck reichte Insolvenzantrag ein

01. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Entgegen der Ankündigungen der letzten Woche, wurde gestern durch Vorstandmitglied Niklas Sattler der Insolvenzantrag gestellt.

Wie die "Tiroler Tageszeitung" (Online-Ausgabe) am Mittwoch berichtete, stellte Vorstandsmitglied Niklas Sattler am Dienstag den Antrag. Wie berichtet wurde, werde nun versucht, den mit 970.000 Euro verschuldeten Amateurbetrieb zu retten. Dadurch würde ein Absturz samt Neubeginn in der letzten Leistungsstufe des Tiroler Fußballverbands verhindert werden. Wacker gab bekannt, dass man einen Konkurs abwenden wolle. Es werde mit Interessensgruppen gesprochen, "die ihre Intention äußerten, im 'worst case' an der Rettung des Vereins mitzuhelfen".

Monatelanges Hin und Her

Vor dem Schritt des Vereins hatten bereits seit Monaten auf ihre Löhne wartende Spieler angekündigt, einen Konkursantrag einzubringen. Wie Gewerkschafter Oliver Prudlo angab, sind die Spieler-Gehälter von März und April noch ausständig. Vonseiten des Vereins hätte es immer wieder Versprechungen gegeben, die nicht eingehalten wurden. Auch Zahlungsfristen bei der Österreichischen Gesundheitskasse und beim Finanzamt liefen am vergangenen Wochenende ab. Mietschulden hat der Verein auch beim Veranstaltungszentrum Olympiaworld.

Keine "rettenden Millionen" 

Die rettenden Millionen von Investor Thomas Kienle sind trotz mehrmaliger Ankündigungen von Wacker-Präsident Kevin Radi nach wie vor nicht eingetroffen. Radi selbst steht unter Druck. Die Fans fordern schon länger eine außerordentliche Generalversammlung. Der seit Jänner als Clubchef amtierende Radi - der 33-Jährige sagte laut Angaben der "TT" noch am Dienstag, dass er "nach wie vor von keiner Insolvenz ausgehe" - soll abgewählt werden. Wie der Club am Mittwoch angab, ist der Termin für die Generalversammlung nun für 29. Juni angesetzt.

Russisches Angebot 

Dem Verein soll nach wie vor ein Angebot von Ex-Investor Michail Ponomarew vorliegen. Der Russe will demnach 500.000 Euro vorstrecken. Auch ausstehende Förderungen könnten zu eine Rettung des Amateurbetriebs beitragen.

Quelle: Agenturen / Redaktion