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Austria Wien gibt keine Lizenzunterlagen ab

21. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Die finanzielle Lage bei Bundesligist FK Austria Wien ist weiter prekär. Nachdem die Favoritner eine Frist zur Einreichung von Lizenzunterlagen verstreichen lassen, drohen Konsequenzen. Die Austria hat aktuell keine Spielberechtigung für die kommende Saison.

Der FK Austria Wien befindet sich finanziell gesehen weiterhin in der Krise. Wie der "Kurier" zuerst berichtete, haben die Violetten eine Deadline verstreichen lassen, um erforderliche Lizenzunterlagen einzureichen. Die Wiener stehen aktuell ohne Spielberechtigung für die kommende Bundesliga-Saison da. 

Wie der Verein in einem Statement auf seiner Homepage bekannt gibt, ist man aktuell mit zwei potentiellen neuen Investoren im Gespräch. Diese sollen "im Rahmen der lizenzrechtlichen Möglichkeiten einsteigen wollen". Da finale Vertragsdetails noch geklärt werden müssen, "waren wir zum 20.10.2021 nicht in der Lage, die von der Bundesliga geforderten Unterlagen gemäß Punkt 10.4. der Lizenzbestimmungen abzugeben.“,  wie Vorstand Gerhard Krisch in dem Statement zitiert wird. 

Austria seit längerem in finanzieller Schieflage 

Die wirtschaftlichen Probleme der Violetten haben mittlerweile schon eine längere Geschichte. Im November 2020 kam durch den Jahresabschlussbericht der Liga ans Tageslicht, dass die Austria Verbindlichkeiten in der Höhe von 78 Millionen Euro angehäuft hat. Alleine in der Saison 2019/20 schrieben die "Veilchen" ein Minus von 18,8 Mio. Euro an. Als Retter wurde im vergangenen März die Lifestyle-Gruppe Insignia präsentiert, allerdings hielt der "strategische Partner" seine Zusagen offensichtlich nicht ein. Die Lizenz wurde erst im zweiten Anlauf dank finanzieller Mittel der "Freunde der Austria" erlangt.

Die Sorgen der "Veilchen" sind damit jedoch nicht passe. Es muss dringend ein Investor her, weshalb Krisch schon vor längerer Zeit einen Sanierungsbeirat mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen gegründet hat. 

Krisch verspricht vollen Einsatz, Konsequenzen unklar 

Gerhard Krisch verspricht jedenfalls, dass man "weiter mit Hochdruck am Einstieg eines Investors arbeitet, um die erforderlichen Dokumente zeitnah nachreichen zu können."

Welche Konsequenzen die verpasste Frist für den Verein haben wird, ist noch unklar. Fix ist aber, dass die aktuelle Saison nicht beeinträchtigt ist. 

Maximilian PatakQuelle: Agenturen / Redaktion / mpa