APA - Austria Presse Agentur

Umfrage: Mehrheit fordert Rücktritt von Sebastian Kurz bei Anklage

17. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Laut einer aktuellen PULS 24-Umfrage fordern 59 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher einen Rücktritt bei einer Anklage des Kanzlers – bei einer Verurteilung sind es sogar 70 Prozent.

Gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Es geht um den Vorwurf der Falschaussage vor dem Ibiza-Untersuchungsausschuss. Ob es tatsächlich zu einer Anklage oder gar einer Verurteilung kommt, ist eine Streitfrage unter Juristen – und obliegt schlussendlich der Justiz. Es gilt die Unschuldsvermutung. Dennoch kratzt die Causa am Image des Kanzlers. 

Vertrauensfrage

Bei einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse GmbH (IFDD) im Auftrag von PULS 24 sprechen nur noch 34 Prozent der Befragten Kurz das Vertrauen aus, 47 Prozent haben keines mehr, 19 Prozent machen keine Angabe.

Rücktritt

Ebenfalls wurde abgefragt, ob Kurz bei einer Anklage und Verurteilung wegen Falschaussage im Ibiza-U-Ausschuss zurücktreten soll. In beiden Fällen ist eine Mehrheit dafür. Bei einer Anklage sprechen sich 59 Prozent der Befragten für einen Rücktritt aus, 29 Prozent dagegen, 12 Prozent machen keine Angabe.

Noch deutlicher ist das Ergebnis bei einer Verurteilung. Dann fordern 70 Prozent der Befragten einen Rücktritt, 22 Prozent halten Kurz dann noch für kanzler-tauglich, 8 Prozent machen dazu keine Angabe.

PULS 24/IFDD

Zur Umfrage

Quelle: IFDD - Institut für Demoskopie und Datenanalyse GmbH, Umfragezeitraum 10.06. bis 15.06.2021, 803 Online-Interviews, repräsentativ für die wahlberechtigte österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, max. Schwankungsbreite ± 3,5%, Umfragezeitraum = Feldzeit.

Mathias MorscherQuelle: Redaktion