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Die PULS 24 Sonntagsfrage: SPÖ im Höhenflug, ÖVP kommt nur noch auf 32 Prozent

16. Juni 2021 · Lesedauer 3 min

Laut einer aktuellen PULS 24 Sonntagsfrage würden 32 Prozent der ÖVP ihre Stimme geben, 27 Prozent der SPÖ. Die FPÖ kommt auf 18 Prozent, die Grünen verlieren und liegen gleichauf mit den NEOS bei 11 Prozent.

Die Corona-Krise und die Ermittlungen der Justiz sorgen bei der ÖVP für sinkende Umfragewerte. Bei der aktuellen PULS 24 Sonntagsfrage erreicht die ÖVP 32 Prozent – ein Minus von 5,5 Prozent im Vergleich zur Nationalratswahl 2019. Das geht aus einer vom Institut für Demoskopie & Datenanalyse für PULS 24 durchgeführten Online-Umfrage hervor.

Auf Platz zwei landet die SPÖ mit überraschenden 27 Prozent (NRW 2019: 21,2 Prozent). Die FPÖ legt im Vergleich zum Ergebnis bei der Nationalratswahl 2019 trotz Obmann-Debatte leicht zu und kommt auf 18 Prozent (NRW 2019: Prozent). Dieses Ergebnis sei laut dem Meinungsforscher Christoph Haselmayer "spannend" gewesen, wie er im Newsroom LIVE sagt. Die FPÖ sei stabil und das "egal ob Hofer oder Kickl" an der Spitze ist, erklärt Haselmayer. Die Grünen fallen von knapp 14 Prozent auf nun 11 Prozent und liegen damit gleichauf mit den NEOS, die ebenfalls auf 11 Prozent (NRW 2019: Prozent) kommen würden. Der Rest (1 Prozent) teilt sich auf andere Parteien auf.

Lagerwahlkampf

Für IFDD-Geschäftsführer Christoph Haselmayer "steuern wir erstmalig in Österreich auf einen Lagerwahlkampf zu". Das deshalb, da Rot-Grün-NEOS zusammen bereits auf 49 Prozent kommen. Haselmayer glaubt, gelingt der ÖVP kein "Befreiungsschlag", wird sie "weiter an Zustimmung verlieren". "Nach dem politischen Hick-Hack" habe die ÖVP "durchaus ein Problem", sagt Haselmayer im Newsroom LIVE.

Im Newsroom LIVE spricht Meinungsforscher Christoph Haselmayer über die Ergebnisse der großen PULS 24 Meinungsumfrage.

SPÖ-Werte überraschend

"Überrascht" zeigt sich PULS 24 Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner von den guten Werten der SPÖ. Zwar verliere die ÖVP "aktuell an Zustimmung, hat aber trotzdem noch mit 32 Prozent eine relativ hohe Zustimmung. Die Verluste im Gegensatz zur letzten Nationalratswahl lassen sich am ehesten durch Fehler im Corona-Management, durch die aktuellen Ermittlungen der Justiz gegen führende VP-Regierungsmitglieder und durch die zunehmenden Unstimmigkeiten in der türkis-grünen Koalition erklären", analysiert Kaltenbrunner. Spannend sei auch der Wert der FPÖ. Der Obmann-Wechsel in der FPÖ zu Herbert Kickl zeige "bis dato keine Auswirkungen".

Vertrauensfrage

Abgefragt wurde auch das Vertrauen in die Parteivorsitzenden. Das größte Vertrauen der Bevölkerung genießt derzeit NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger mit 37 Prozent, dahinter folgt Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) mit 35 Prozent und auf dem dritten Platz Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit 34 Prozent. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) wird von 30 Prozent das Vertrauens ausgesprochen, Herbert Kickl (FPÖ) von 26 Prozent.

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Zur Umfrage

Quelle: IFDD - Institut für Demoskopie und Datenanalyse GmbH, Umfragezeitraum 10.06. bis 15.06.2021, 803 Online-Interviews, repräsentativ für die wahlberechtigte österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, max. Schwankungsbreite ± 3,5%, Umfragezeitraum = Feldzeit. Sonntagsfrage, Deklarierte n=586, max. Schwankungsbreite ±4,0%

Mathias MorscherQuelle: Redaktion