Meinungsforscherin Beinschab soll Chats gelöscht haben

15. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Laut der WKStA habe die Meinungsforscherin Sabine Beinschab einen Tag vor der Hausdurchsuchung gezielt Chats gelöscht. Unter den gelöschten Verläufen sollen Nachrichten zwischen ihr und Wolfgang sowie Nikolaus Fellner sein.

Die Meinungsforscherin Sabine Beinschab, die Beschuldigte in der ÖVP-Inseratenaffäre ist, wurde am Dienstag festgenommen. Sie soll im Vorfeld der Hausdurchsuchungen vergangene Woche versucht haben, Beweismittel zu vernichten. Beinschab ist mittlerweile enthaftet, doch soll laut der Festnahmeanordnung der WKStA Beinschab versucht haben Chats zu löschen, wie der "Standard" berichtet.

Demnach soll die Meinungsforscherin am 30. September 2021 nach Methoden gesucht haben, um ihren Chatverlauf zu löschen. Laut dem Bericht soll Beinschab an diesem Tag nach " iCloud löschen iPhone 6" und "iCloud löschen" gesucht haben, heißt es im "Standard".

Auch einen Tag vor der ÖVP-Hausdurchsuchung soll Beinschab laut der WKStA mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" Chats geleert haben. "Bemerkenswert" daran sei, dass Beinschab "zielgerichtet" Chats u.a. mit Medienmacher Wolfgang Fellner oder der Ex-Ministerin Sophie Karmasin gelöscht haben soll.

Wie der "Kurier" berichtet soll Beinschab auch über den Messengerdienst "Signal" mit den beiden Fellner Brüdern kommuniziert haben. Auch mit dem Pressesprecher von Sebastian Kurz und Ex-ÖBAG-Chef Thomas Schmid soll sie sich über "Signal" ausgetauscht haben. Vor allem mit Johannes Frischmann, Kurz' Pressesprecher, habe sie" bis zuletzt auf Signal" gechattet, wir die WKStA im "Kurier" zitiert. "Wobei aber alle Chats von den Beschuldigten gelöscht wurden oder aufgrund der Funktion verschwindende Nachrichten selbst löschen", heißt es im Auszug.

Für Beinschab gilt wie für alle anderen Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea