Maurer zu Ludwig-Kritik: "Er hätte das locker regeln können"

06. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

In Pro und Contra schießt Grünen-Klubobfrau gegen den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Sie habe über Ludwigs Kritik zur Steuerreform "lachen müssen". Sie unterstellt ihm eigene Versäumnisse vor allem im Austausch der "alten Gasthermen".

Die Klubobfrau der Grünen Sigrid Maurer habe über die Kritik des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig (SPÖ) zur neuen Steuerreform "lachen müssen", erzählt sie in Pro und Contra. "Der Herr Ludwig war über zehn Jahre Wohnbaustadtrat in Wien. Wir haben 50.000 Gemeindewohnungen in Wien, die noch mit einer alten Gasheizung operieren. Na, warum hat denn er das nicht erledigt?", schießt Maurer auf PULS 24 auf die Vorwürfe Ludwigs zurück.

Mit der CO2-Bepreisung würde man nun die "entsprechenden Förderungen" setzen, die von Ludwig in Wien "versäumt wurden". Konkret spricht Maurer hier von den "alten Gasthermen" in Wiener Gemeindebauwohnungen, die Vermieter nun durch die Förderungen austauschen könnten.

"Technisches überlagert Soziales"

Christoph Badelt, Präsident des Fiskalrats, könne sich nicht vorstellen, wie man in Wien "von den jahrelang/jahrzehntelang propagierten Gasetagen-Heizungen wegkommen will, ja, selbst wenn ich alles Geld der Welt in die Hand nehme". Er meint in Pro und Contra, dass in der Bundeshauptstadt das Soziale "eigentlich durch das Technische überlagert" wird.

Ludwig kritisierte am gestrigen Dienstag die neue Steuerreform scharf. Vor allem der Klimabonus sei unfair. "Die Steuerreform benachteiligt ganz stark den urbanen Raum und Wien besonders", beklagte er die Situation in einer Pressekonferenz.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea