Lockdown-Verlängerung? Ludwig berät sich mit Intensivmedizinern

12. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker beraten sich am Montag mit Medizinern in einer Videokonferenz über die Lage auf Intensivstationen.

Mit Stand Montag sind österreichweit 611 Patienten aufgrund des Coronavirus in Intensivbehandlung. Besonders im Osten ist die Auslastung weiterhin hoch. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (beide SPÖ) und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) beraten sich am Montag deshalb mit Intensivmedizinern über die Lage an den Intensivstationen.

An den Beratungen wurden unter anderem die Intensivmediziner Sabine Schmaldienst und Thomas Staudinger oder auch Umweltmediziner Hans Peter Hutter sowie Vertreter der Medizinischen Universität oder des Gesundheitsverbundes teilnehmen. Sie werden nicht zuletzt über die Situation bei den Intensivpatienten sprechen. Fast 250 Covid-Patienten müssen aktuell intensivmedizinisch versorgt werden, das ist ein neuer Höchststand. Wie Gesundheitsstadtrat Hacker am Montagvormittag in einer Pressekonferenz erläuterte, ist aber auch in den Normalstationen die Lage schwierig. Hacker sprach von einer "super angespannten Situation".

Die Zahlen würden zwar darauf hindeuten, dass man ein stabiles Plateau erreicht habe, "es ist aber noch zu früh, das als Trend zu sehen", sagte der Ressortchef. Der Anstieg bei den Infektionszahlen sei zurückgegangen, die Entwicklung in den Spitälern würde hier aber rund zwei Wochen hinterherhinken, betonte er.

Mögliche Verlängerung von Lockdown

Im Raum steht dabei eine erneute Verlängerung des Ost-Lockdowns. Ludwig hat stets die Auslastung auf den Intensivstationen als Richtwert für Einschränkungen bzw. Lockerungen genannt. Man kenne zwar die Zahlen zur Belegung der Intensivbetten, das virtuelle Treffen solle aber darüber hinaus Informationen bieten, heißt es aus dem Rathaus. Bei den Neuinfektionen entspanne sich die Lage zwar langsam. Auf den Intensivstationen sei das aber nicht absehbar.

Hacker machte heute auch keinen Hehl daraus, dass er "nicht glücklich" sei mit dem Anteil der nicht aus Wien stammenden Patienten in den Spitälern der Bundeshauptstadt. Dieser betrage im Schnitt 20 Prozent, im Allgemeinen Krankenhaus sogar 40 Prozent. Man werde "niemand rausschmeißen" aus den Spitälern versicherte er, bei den Neuaufnahmen sei das aber schon Thema, deutete Hacker hier ein restriktiveres Vorgehen an.

Virologe Nowotny: Intensivstationen im Osten "sind voll"

Der Virologe Norbert Nowotny schätzt im Interview mit PULS 24 Anchorwoman Bianca Ambros die derzeitige Corona-Lage in Österreich ein.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos/APA