APA - Austria Presse Agentur

Mehr als 600 Covid-19-Infizierte auf Intensivstationen

11. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Die Lage auf den österreichischen Intensivstationen spitzt sich weiter zu. Den bisherigen Höchststand an Intensivpatienten gab es mit 709 am 25. November - derzeit müssen 602 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen betreut werden.

Am Sonntag mussten mehr als 600 Covid-19-Infizierte intensivmedizinisch betreut werden. Ähnlich viele Patienten gab es zuletzt im Dezember. Besonders dramatisch war die Entwicklung in Wien. 243 Schwerkranke mussten dort auf Intensivstationen betreut werden, so viele wie noch nie. Innen- und Gesundheitsministerium meldeten am Sonntag 2.252 Neuinfektionen und 25 weitere Todesfälle.

Den bisherigen Höchststand an Intensivpatienten gab es mit 709 am 25. November. Seit Samstag kamen 16 Schwerkranke hinzu, österreichweit liegen nun 602 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Zuletzt waren es am 9. Dezember mit 610 ähnlich viele gewesen. Seit vergangenen Sonntag wurden österreichweit 48 weitere Patienten auf Intensivstationen aufgenommen, das ist ein Plus von knapp neun Prozent.

Osten besonders stark betroffen

Von der nunmehrigen dritten Welle besonders stark betroffen ist der Osten Österreichs. In Wien mussten seit Samstag acht weitere Intensivpatienten aufgenommen werden, nunmehr benötigen 243 Menschen dort eine Behandlung. Innerhalb der vergangenen Woche kamen 20 Patienten hinzu, was einer Steigerung von neun Prozent entspricht. In Niederösterreich lagen am Sonntag 125 Schwerkranke auf Intensivstationen, der Höchststand war am Mittwoch mit 126 belegten Betten verzeichnet worden. Seit Samstag kamen fünf Patienten hinzu. Im Burgenland benötigte am Sonntag im Vergleich zum Samstag ein Patient weniger intensivmedizinische Versorgung, in Summe waren es 23 Patienten.

Die Zahl der insgesamt im Krankenhaus behandelten Infizierten war am Sonntag rückläufig. 2.305 SARS-CoV-2-Erkrankte lagen in Spitälern, 54 weniger als am Samstag. Innerhalb einer Woche waren jedoch 92 Patienten hinzugekommen.

Videokonferenz am Montag

Am Montag werden unter anderem Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Stadtrat Peter Hacker (beide SPÖ) mit Intensivmedizinern über die Lage in den Wiener Spitälern und Auslastung der intensivmedizinischen Kapazitäten sprechen - PULS 24 berichtet im Anschluss live.

Thomas Staudinger, Intensivmediziner am Wiener AKH, erklärte gegenüber PULS 24 diese Woche, wie es dort derzeit ausschaut.  "Wir sehen bis jetzt noch keinen Effekt irgendwelcher Maßnahmen auf den Intensivstationen. Das war aber auch nicht zu erwarten, weil wir wissen, dass sich dieser Effekt frühestens nach ein bis zwei Wochen einstellt", erklärt er. Das täten sie zurzeit aber noch nicht. Er rechnet durch die lange Liegezeit der Patienten auf den Intensivstationen in frühestens ein bis eineinhalb Monaten mit einer Entspannung. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe