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Lawrow vs. Kuleba: Was die beiden Außenminister sagten

10. März 2022 · Lesedauer 2 min

Beim ersten Treffen zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba kam es vorerst zu keiner Einigung. Die Aussagen nach dem Treffen im Überblick.

Eine Einigung auf Frieden in der Ukraine beim ersten Treffen zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba in der Türkei hatte kaum ein Experte erwartet. Immerhin werden wohl weitere Gespräche folgen. Die Sicht auf den Krieg in der Ukraine könnte zwischen den beiden kaum anders sein. Das zeigen auch die Aussagen nach dem Treffen vor der Presse:

Was Kuleba sagte

  • "Russland wird von der Ukraine keine Kapitulation bekommen."

  • Sein Land sei zu einer ausgewogenen diplomatischen Lösung bereit.

  • Russland sei derzeit nicht in der Position, eine Waffenruhe herzustellen.

  • Er hoffe, dass Russland Fluchtkorridore für Mariupol erlauben werde.

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Was Lawrow sagte

  • "Wir planen keine Angriffe auf weitere Länder. Wir haben die Ukraine nicht angegriffen."

  • Der russische Militärangriff sei notwendig gewesen, um einen ukrainischen Angriff auf Russland zu verhindern.

  • Der Militäreinsatz seines Landes in der Ukraine verlaufe nach Plan.

  • "Diejenigen, die die Ukraine mit Waffen vollstopfen, müssen natürlich verstehen, dass sie die Verantwortung für ihr Handeln tragen." - Eine kaum verholene Drohung an diverse EU- und NATO-Staaten.

  • Vorwürfe eines Angriffs auf eine Geburtsklinik in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol wies Lawrow als Falschmeldung zurück. Russland habe bereits am 7. März die Vereinten Nationen informiert, dass in der ehemaligen Klinik kein medizinisches Personal mehr sei, sondern ein Lager ultraradikaler Kämpfer des ukrainischen Bataillons Asow. Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht hingegen von 17 verletzten Schwangeren und Mitarbeiter:innen.

  • Lawrow sprach von einer "Manipulation" der gesamten Welt mit Informationen zu mutmaßlichen Gräueltaten der russischen Armee.

  • Die Ukraine müsse in Zukunft neutral sein. Die Nato habe nicht über Russlands Sicherheit zu entscheiden.

  • Russland werde mit einem neuen Blick auf die Welt aus der Krise kommen. Russland werde versuchen, nie wieder vom Westen abhängig zu sein.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe