APA - Austria Presse Agentur

Stelzer: Lockdown und "Schulen nur für jene, die es brauchen"

18. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bestätigte den harten Lockdown für Oberösterreich ab Montag. Wie lang er dauert, ist noch nicht fix, am 17.12. werde neu evaluiert. Eltern sollen ihre Kinder, wenn möglich, zuhause lassen. FFP2-Maskenpflicht und 3G am Arbeitsplatz bleiben aufrecht.

Die vierte Welle baue sich weiter auf, die Wirkung der Maßnahmen sei zu gering, sagte der Landeshauptmann bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Deshalb wird auch in Oberösterreich ein harter Lockdown ab Montag in Kraft treten. Das kündigte Stelzer schon im Vorfeld an, Salzburg hatte fast zeitgleich den Lockdown verkündet. 

Der Lockdown werde mehrere Wochen dauern, eine genau Frist wurde nicht bekannt gegeben. Am 17. Dezember werde man sich zu einer erneuten Evaluierung treffen. Bis spätestens dahin solle entschieden werden, ob der Lockdown weitergehen muss, ob es für Geimpfte Erleichterungen gibt oder ob man wieder zum Normalbetrieb zurückkehren könne.  

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer hoffte in einer zuvor gegebenen Pressekonferenz, in der er den Lockdown auch für Salzburg ankündigte, vor Weihnachten wieder öffnen zu können. 

Ausnahmen gebe es nur für den Arbeitsweg und für den Einkauf von Waren für den lebensnotwenigen Bedarf, also Supermärkte, Take-Aways und Apotheken sowie Click & Collect. Gastronomie und Hotellerie werden geschlossen. Zur körperlichen und psychischen Erholung dürfe man das Haus noch verlassen. Die 3G-Regel am Arbeitsplatz und die FFP2-Maskenpflicht bleiben bestehen. Für die Wirtschaft soll es Hilfen geben, Details werden am Freitag präsentiert.

Bitte an Eltern, Kinder zuhause zu lassen

In Oberösterreich bleiben die Schulen und Kinderbildungseinrichtungen nach offiziellem Wording zwar offen und es soll auch Unterricht geben. Das Land will die Eltern aber bitten, wenn es möglich ist, die Kinder zu Hause zu lassen. Hintergrund dieser widersprüchlichen Regelung sind die rechtlichen Zuständigkeiten: "Wenn wir (als Land aufgrund des Epidemiegesetzes, Anm.) die Schulen schließen würden, wären auch die Räume zugesperrt", erklärte LHStv. Christine Haberlander (ÖVP). Dann könnte man auch jenen, die dringend Betreuung für die Kinder brauchen, kein Angebot machen. Eine Maskenpflicht gelte für alle Schulstufen. Wenn Eltern die Möglichkeit haben, die Kinder zuhause zu betreuen, sollten sie das tun. Fachhochschulen und Unis müssen auf Distance Learning umstellen.

Mehr dazu: 

Fast alle Bezirke mit Inzidenz über 2.000

In Oberösterreich beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner 1.557,5. Bereits acht Bezirke haben nach den Daten der AGES in Österreich eine Inzidenz über 2.000, die meisten in Oberösterreich. Dort ist überhaupt nur noch Linz-Stadt mit 945,1 unter 1.000. 

Marianne LamplQuelle: Agenturen / Redaktion / lam