APA - Austria Presse Agentur

Kickl: "Unsere Regierungspolitiker sind Marionetten eines internationalen Machtgefüges!"

02. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

FPÖ-Chef Herbert Kickl ließ im "Krone"-Sommergespräch mit so manchen Sagern aufhorchen.

Es sind Sätze, die man sonst eigentlich in kruden Telegram-Kanälen oder sonstigen Social-Media-Kanälen liest. Diesmal äußert sie aber kein Michael Wendler, sondern Herbert Kickl, Parteichef der FPÖ, Innenminister während der letzten türkis-blauen Regierung.

  • "Wir sind mittendrin in einem gigantischen, weltweit ausgerollten Experiment." (zur Impfung)
  • "Unsere Regierungspolitiker sind Marionetten eines internationalen Machtgefüges!"
  • "Die sitzen dort, weil sie von der internationalen Elite Befehlsausgabe bekommen." (zum Besuch einer IT-Konferenz von Sebastian Kurz in den USA)

Diese Sätze - hinter Geraune über  "globale Eliten" verbergen sich oft (antisemitische) Verschwörungstheorien - äußerte Kickl im "Krone"-Sommergespräch bei Katia Wagner. Dass er sich gegen das Impfen ausspricht, ist bekannt. So auch im Gespräch mit Wagner. Die Gesundheit würde eine Nebenrolle spielen, "Geld und Gewinn" stünden im Vordergrund. Die Geimpften seien "eine Art Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie. Er selbst würde sich nicht impfen lassen, auch wenn ihn die Testerei nerve. Impfen sei "nicht notwendig", so der FPÖ-Chef.

Dieser Meinung widerspricht der Großteil der Wissenschafter, auch wenn Kickl in dem Gespräch meint, er hätte da prominentere Experten auf seiner Liste. Allein ist Kickl mit dieser Meinung in seiner Partei nicht. Zuletzt sagte etwa Manfred Haimbuchner, stv. Landeshauptmann in Oberösterreich, im PULS 24-Gespräch: "Es ist der Bundesregierung offensichtlich nicht gelungen, Bürger von der Impfung zu überzeugen."

Im selben Gespräch bei PULS 24 Infochefin Corinna Milborn war auch Ingrid Brodnig zu Gast: "Ich hätte gedacht, dass selbst in der FPÖ, wo manchmal wissenschaftsfern kommuniziert wird, Verantwortung erkannt wird."

Quelle: Redaktion / moe