APA/APA/THEMENBILD/ROBERT JAEGER

Hausdurchsuchung bei ehemaligen FPÖ-Funktionären: Daten mit NS-Bezug gefunden

04. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Bei den Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit der FPÖ-Finanzaffäre Mitte Oktober in Graz ist auch Datenmaterial mit NS-Bezug sichergestellt worden. FPÖ Graz erklärt, es haben nur bei ehemaligen FPÖ-Funktionären und privaten Vereinen Durchsuchungen gegeben.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bestätigte am Sonntag gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht der "Kleinen Zeitung". Es ist bisher nicht klar, ob das Material den ehemaligen FPÖ-Politikern oder anderen Personen zuzuordnen ist.

Durchsuchungen an 12 Adressen

"Nach Prüfung der sichergestellten Datenträger haben wir Material im Zusammenhang mit dem Verbotsgesetz gefunden", zitierte die "Kleine Zeitung" in ihrem Bericht Markus Kitz, den Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, die die Ermittlungen in der FPÖ-Finanzcausa führt. Die Software habe auf Daten mit NS-Bezug angeschlagen.

Am 15. Oktober hatten im Zusammenhang mit der Finanzaffäre rund um undurchsichtige Geldflüsse bei der Grazer FPÖ an insgesamt zwölf Adressen Hausdurchsuchungen stattgefunden. Im Visier der Ermittler standen damals der ehemalige FPÖ-Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Ex-Klubobmann Armin Sippel, Ex-Finanzreferent Matthias Eder sowie drei weitere Personen, parteinahe Vereine und Burschenschaften.

Die FPÖ betonte in indes einer Aussendung, dass die Hausdurchsuchungen im Oktober weder bei der FPÖ Graz noch bei ihren aktuellen Verantwortungsträgern stattgefunden haben. "Einzig bei ehemaligen FPÖ-Funktionären und privaten Vereinen haben vor einigen Wochen derartige Durchsuchungen stattgefunden", heißt es von der FPÖ Graz.

Mehr dazu:

Quelle: Agenturen