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Kein Schilling-Rücktritt, Kogler entschuldigt sich für "Gefurze"-Sager

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Am Freitag präsentierten die Grünen die zweite Welle an Plakaten für die EU-Wahl. Dabei entschuldigte sich Vizekanzler Werner Kogler für seinen "Gefurze"-Sager. Lena Schilling ordnete die Vorwürfe gegen sie nochmals ein. Und Generalsekretärin Eva Voglauer führte Sebastian Bohrn Mena als Hauptbeteiligten der Causa Schilling ins Treffen.

Am Freitag präsentierten die Grünen ihre zweite Plakatwelle zur EU-Wahl. Auf den neuen Plakaten sind Slogans zu lesen wie: "Weil's ums Klima geht!", "Weil's um deine Zukunft geht!", "Weil's um Europa geht!" und "Weil's um Demokratie geht!". 

Bei der Präsentation der Plakate nützte Vizekanzler Werner Kogler die Möglichkeit, um sich für seinen "Gefurze"-Sager in der Causa Schilling zu entschuldigen.

"Pferde sind mit mir durchgegangen"

Bei einer so kurzfristig einberufenen Pressekonferenz seien "die Pferde mit mir durchgegangen", so etwas sollte in seiner Verantwortung jedoch nicht passieren, gestand Kogler ein.

"Ich habe an einer Stelle die falschen Worte gewählt und viele Menschen damit verärgert", so Kogler.  Das sei unpassend, unsensibel und unintelligent gewesen. "Dafür möchte ich mich entschuldigen, das war nicht schlau, das gehört sich nicht".

Turbulente Tage: "Bin nicht aus Teflon"

Auch die grüne EU-Spitzenkandidatin Lena Schilling wollte die Gelegenheit ergreifen, um die Vorwürfe gegen sie nochmals "einzuordnen". "Die letzten zehn Tage waren gelinde gesagt turbulent", so die 23-Jährige.

Zur Diskussion rund um den Rücktritt von Clemens Stammler von seinem Nationalratsmandat sagte Schilling: "Man hätte es gut damit sein lassen können". Der Vorwurf, Grünen-Klubchefin Sigrid Maurer habe sich ihr angenähert, sei nicht wahr. Dass Schilling einen Journalisten in Misskredit bringen wolle, stimmte auch nicht. 

Schilling habe ihr "Privatleben schützen" wollen - sie sei "nicht aus Teflon". Dabei habe sie vielleicht "zu sehr gemauert", gesteht die 23-Jährige ein, daraus wolle sie lernen.

"Herzen zurückgewinnen": Kein Rücktritt erwägt

Dass sie im APA-OGM-Vertrauensindex massiv abgestürzt ist, ist für Schilling "natürlich". Sie zeigt sich aber zuversichtlich, dass sie "Herzen zurückgewinnen" kann. 

Ein Rücktritt Schillings sei kein Thema. "Ich trete an, um klar zu machen, wofür ich stehe", sagt die 23-Jährige selbst. "Wir werden nicht von deiner Stelle weichen", meint Generalsekretärin Olga Voglauer.

Causa Schilling: Bohrn Mena als Hauptbeteiligter

Gegen Ende der Pressekonferenz holt Voglauer Sebastian Bohrn Mena als Hauptbeteiligten der Causa Schilling ins Treffen. So habe Voglauer von Bohrn Mena am 3. April eine SMS zu den Vorwürfen gegen Schilling erhalten. Sowohl die Grünen als auch Bohrn Mena hätten dann Anwälte eingeschalten.

Auf die Frage von Journalisten, ob die Grünen ein "Dossier" zu der Causa hätten, meint Voglauer: "Ja, wir haben ein Dossier". Es sei darum gegangen, sich auch rechtlich zu wehren.

Vorwürfe gegen Lena Schilling: Grüne hinter EU-Kandidatin

ribbon Zusammenfassung
  • Am Freitag präsentierten die Grünen die zweite Welle an Plakaten für die EU-Wahl.
  • Dabei entschuldigte sich Vizekanzler Werner Kogler für seinen "Gefurze"-Sager.
  • Lena Schilling ordnete die Vorwürfe gegen sie nochmals ein.
  • Und Generalsekretärin Eva Voglauer führte Sebastian Bohrn Mena als Hauptbeteiligten der Causa Schilling ins Treffen.