Grosz weist zurück, dass er "wie Pinky und der Brain" sei

21. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Bundespräsidentschaftskandidat Gerald Grosz hat sich in "Milborn Spezial" zu den Novomatic-Korruptionsvorwürfen geäußert. Im Interview mit der PULS 24 Infochefin lehnt er die Vorwürfe, wissentlich Geld vom Glücksspielkonzern angenommen zu haben, vehement ab.

Der unabhängige Bundespräsidentschaftskandidat Gerald Grosz stand PULS 24 Infochefin Corinna Milborn am Mittwoch Rede und Antwort. Unter anderem konfrontierte Milborn Grosz mit Korruptionsvorwürfen aus seiner Zeit als BZÖ-Landespolitiker in Graz im Jahr 2010.

Zur Erinnerung: Die BZÖ nahe Gratiszeitung "Hallo Graz" erhielt 60.000 Euro von einem Novomatic-Geschäftspartner. Werbeinserate, für die die Summe laut Rechnung gedacht waren, erschienen jedoch niemals. Deshalb stand der Vorwurf im Raum, dass es sich um Korruption gehandelt habe.

Grosz wies die Vorwürfe vehement zurück. Er habe "nie einen Cent" bekommen und auch nie von der Herkunft des Geldes gewusst. Er habe 2012 im Grazer Gemeinderat gegen die Interessen der Novomatic abgestimmt, betonte er. "Wenn ich gewusst hätte, dass es die Novomatic ist, also der Spiritus Rector, der Pinky and Brain bin, der die korrupten Millionen holt, dann hätte ich ja für die Novomatic gestimmt", sagte Grosz, der sich zu einem etwas unwirschen "das merken sogar Sie" hinreißen ließ.

Grosz will Amt inzwischen nicht mehr abschaffen

Angesprochen auf seine früheren Bestrebungen, das Bundespräsidenten-Amt abzuschaffen, meinte Grosz, das beziehe sich auf ein rein repräsentatives Staatsoberhaupt. Für ein aktives Bundespräsidenten-Amt sei er durchaus. In diesem Sinne wiederholte er auch seine Ankündigung, die derzeitige Regierung sofort entlassen zu wollen "und nicht mehr anzugeloben". Diese Absicht habe er bereits notariell beglaubigen lassen.

Quelle: Redaktion / hos/poz