APA - Austria Presse Agentur

Erhöhung der Schülerbeihilfen geplant

09. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Die Schülerbeihilfen sollen erhöht werden. Bildungsminister Heinz Faßmann hat dazu den Gesetzesentwurf zur Begutachtung geschickt.

Die Schülerbeihilfen für sozial Bedürftige sollen ab dem kommenden Schuljahr erhöht werden. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, den Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in Begutachtung geschickt hat. Sowohl die Einkommensgrenzen für die Gewährung als auch die Auszahlungsbeträge sollen dabei steigen. Ziel ist es laut Entwurf, von derzeit 35.000 auf künftig 38.000 Bezieher zu kommen.

Die Schülerbeihilfen (nicht zu verwechseln mit der Familienbeihilfe) teilen sich in Schul- sowie Heim- und Fahrkostenbeihilfen. Für die Schulbeihilfe bezugsberechtigt sind dabei sozial bedürftige Schüler, die eine mittlere oder höhere Schule ab der zehnten Schulstufe besuchen. Heim- und Fahrkostenbeihilfe können Schüler einer Polytechnischen Schule oder einer mittleren oder höheren Schule ab der neunten Schulstufe bekommen, die eine Schule außerhalb des Wohnortes der Eltern besuchen und für die ein täglicher Hin- und Rückweg nicht zumutbar ist.

Sogenannte besondere Schulbeihilfe erhalten außerdem Personen während sechs Monaten vor ihrer abschließenden Prüfung (z.B. Matura), wenn sie eine höhere Schule für Berufstätige besuchen, sich davor durch eine zumindest einjährige Berufstätigkeit selbst erhalten haben und zur Vorbereitung auf die Prüfung gegen Entfall der Bezüge beurlauben haben lassen oder die Berufstätigkeit eingestellt haben.

Der Grundbetrag für die Schulbeihilfe soll dabei von jährlich 1.130 auf 1.244 Euro steigen, für die Heimbeihilfe von jährlich 1.380 auf 1.518 Euro, für die Fahrkostenbeihilfe von jährlich 105 auf 116 Euro und die besondere Schulbeihilfe von monatlich 715 auf 787 Euro. Angehoben werden auch diverse Einkommensgrenzen für den Bezug sowie Frei- und Absetzbeträge. Insgesamt sollen statt 26,7 Millionen Euro künftig jährlich 32 Millionen Euro für die Schülerbeihilfen ausgegeben werden.

Quelle: Agenturen / red