APA - Austria Presse Agentur

Deutschland: Union stürzt in Umfragen ab - SPD im Aufwind

11. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

In einer aktuellen Umfrage verlieren die Unionsparteien weiter an Zustimmung. Die SPD hingegen kommt auf den höchsten Wert seit April 2018.

Im aktuellen Trendbarometer von RTL/ntv verlieren die Unionsparteien 46 Tage vor der deutschen Bundestagswahl drei Prozent und fallen auf 23 Prozent. Die SPD hingegen kann im Vergleich zur Vorwoche um denselben Wert in der Sonntagsfrage zulegen. Mit 19 Prozent erreichen die Sozialdemokraten den besten Wert seit April 2018. 

Damit kommt die SPD nahe an die Grünen heran, denen laut der aktuellen Umfrage 20 Prozent der Wähler ihre Stimmen geben würden. Nicht profitieren von der Schwäche der Union kann die FDP, die einen Prozentpunkt verliert und auf 12 Prozent kommt. Danach folgen die AfD mit 10 und die Linke mit sieben Prozent. 

Scholz gewinnt weiter an Beliebtheit

Die Sozialdemokraten scheinen von den guten Beliebtheitswerten ihres Spitzenkandidaten Olaf Scholz zu profitieren. In der Kanzlerfrage legt Scholz im Vergleich zur Vorwoche fünf Prozent zu und kommt auf 26 Prozent. Der Kandidat der Union, Armin Laschet, (-3 Prozent) und die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock (-2 Prozent) verlieren hingegen. Bei einer Direktwahl des Kanzlers würden nur 12 Prozent für Laschet und 16 Prozent für Baerbock stimmen.  

Söder beliebter als Laschet

Auch im Direktvergleich mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder schneidet Laschet schlechter ab. 40 Prozent würden Söder bei einer Kanzler-Direktwahl ihre Stimme geben. Das sind mehr als dreimal so viele, wie für Laschet stimmen würden.

Das zeigt sich auch bei einem Blick auf das Wahlverhalten der Unions-Anhänger. Nur 39 Prozent der Unions-Anhänger würden derzeit den CDU-Chef zum Kanzler wählen. Von den Unions-Wählern von 2017 würden sogar nur 24 Prozent Laschet ihre Stimme geben.

Quelle: Redaktion / apb