APA - Austria Presse Agentur

Merkel wird am Freitag wohl mit AstraZeneca geimpft

15. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Laut einem Medienbericht will sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag mit AstraZeneca gegen das Coronavirus impfen lassen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird laut einem Bericht der "Welt" am Freitag mit dem AstraZeneca-Vakzin geimpft. Aufgrund ihres Alters gehört die 66-Jährige zu jener Gruppe, für die der Impfstoff des britisch-schwedischen Produzenten zugelassen ist. AstraZeneca wird in Deutschland nur noch für Über-66-Jährige empfohlen

In Deutschland wird empfohlen, AstraZeneca nur mehr an Menschen über 60 Jahren zu verimpfen.

Der Sprecher Merkels, Steffen Seibert, hatte am Montag angekündigt, dass die Kanzlerin in Kürze geimpft wird. Am Donnerstag wollte sich Seibert nicht weiter dazu äußern und bestätigte den Impftermin am Freitag nicht. Die Öffentlichkeit soll erst nach der erfolgten Impfung informiert werden, sagte der Sprecher.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bereits im April mit dem Vakzin impfen lassen. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ließ sich bereits mit AstraZeneca immunisieren.

Von der Leyen geimpft

Ihre erste Impfdosis erhalten hat inzwischen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Sie erhielt am Donnerstag nach den Regeln Belgiens den Impfstoff von Biontech/Pfizer.

"Nachdem wir die 100 Millionen Impfungen in der EU überschritten haben, bin ich sehr froh, dass ich heute meine erste Spritze mit Covid-19-Impfstoff bekommen habe", schrieb die 62-jährige Von der Leyen auf Twitter. Nach Angaben eines Sprechers sind inzwischen sieben der 27 Kommissare geimpft. Ein Foto zeigte von der Leyen mit einem Pflaster in EU-Farben auf dem linken Oberarm.

Von der Leyen schrieb, die Impfungen würden nun weiter Fahrt aufnehmen, da auch die Lieferungen an die EU zunähmen. "Je schneller wir impfen, desto schneller können wir die Pandemie unter Kontrolle bringen."

Impfung für Über-60-Jährige empfohlen

Seit knapp zwei Wochen wird in Deutschland die Impfung mit AstraZeneca nur noch für über 60-Jährige empfohlen. Der Einsatz für Jüngere bleibt nach ärztlichem Ermessen bei Menschen ohne höheres Blutgerinnsel-Risiko freiwillig möglich. Der Grund für die Einschränkung ist, dass es zuletzt 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfungen gab. Von den 42 Fällen sind 35 Frauen zwischen 20 und 63 Jahren betroffen gewesen. 8 Betroffene starben. In Dänemark und Norwegen wird die Impfkampagne nun ganz ohne das Präparat des britisch-schwedischen Unternehmens fortgesetzt.

Quelle: Redaktion / apb