Haselmayer: Mehrheit will einheitliche Corona-Maßnahmen

17. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Meinungsforscher Christoph Haselmayer spricht in seinem neuen wöchentlichen Format "Herr Haselmayer, Zahlen bitte!" über das Thema Zahlen. Bei seiner Sendungspremiere präsentiert er eine Umfrage zu einheitlichen Corona-Maßnahmen sowie die neuste Sonntagsfrage.

Jeden Montag wird Meinungsforscher Christoph Haselmayer vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) spannende internationale sowie nationale Studien präsentieren. Nachdem die Zahl der Corona-Infektionen derzeit wieder steigt, hat das IFDD 1.007 Österreicher:innen gefragt, ob diese für einheitliche Corona-Maßnahmen seien, wie Wiens Bürgermeister Michael Ludwig fordert.

Bei der Umfrage kam heraus, dass sich 82 Prozent für gemeinsame Corona-Maßnahmen aussprechen und 16 Prozent dagegen. Es handle sich laut Haselmayer, um ein "Signal an die komplette österreichische Politik". Eine Maskenpflicht wird zwar von der Mehrheit (60 Prozent) bejaht, trotzdem sind 39 Prozent gegen die Wiedereinführung einer Pflicht.

FPÖ holt ÖVP auf

Nach der Bundespräsidentenwahl letzten Sonntag wurde vom Institut ebenfalls abgefragt, welcher Partei bei einer Nationalratswahl siegreich wäre. Nach dem jahrelangen Hoch der ÖVP hat die SPÖ mit 28 Prozent wieder an der Spitze Platz genommen.

Vergessen scheint der Ibiza-Skandal. Überraschenderweise habe die freiheitliche Partei die ÖVP eingeholt und liege nun mit einem Prozent vor den Schwarz-Türkisen, so der Meinungsforscher. Die FPÖ komme "immer wieder zurück wie ein Boomerang". Doch sie würden stets über "sich selbst stolpern" und sich bei einer Regierungsbeteiligung selbst "entzaubern". 

"Superampel" durch Wlanzy

Die MFG sowie die kommunistische Partei wurde aufgrund einer politischen Nicht-Relevanz nicht abgefragt, erklärt Haselmayer. Aber: Wenn sich der bei der Bundespräsidentenwahl drittplatzierte Dominik Wlanzy entscheiden würde, mit eigener Liste bei einer Nationalratswahl anzutreten, so würden die "Zahlen neu gemischt" werden. SPÖ, NEOS und Grüne könnten mit 48 Prozent derzeit eine Dreier-Koalition schaffen, doch mit Wlazny wäre sogar eine "Superampel" möglich.

Weitere Themen, die die Österreicher:innen derzeit bewegen sind: Teuerungen, Gesundheit und Pflege, Corona-Management sowie der Ukraine-Krieg. Haselmayer gab auch einen Ausblick, welches Thema nächste Woche auf dem Plan steht - Gendern.

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz