Burgenland-Modellregion für Hutter "Pionierarbeit"

14. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Im Gegensatz zu Wien und Niederösterreich, verlängert das Burgenland den Lockdown nicht. Man setzte auf engmaschige Testungen und wolle Neusiedl und Parndorf zu Modellregionen ausbauen. Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter spricht sich im PULS 24 Interview für diesen Versuch aus und spricht von "Pionierarbeit".

Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter spricht sich im Interview mit PULS 24 Reporterin Josephine Roek klar für die Lockerungen im Burgenland aus. Die Arbeit an den Modellregionen in Parndorf und Neusiedl sieht er als "Pionierarbeit". "Es ist nicht einfach, aber es ist eine einzigartige Chance", sagt Hutter im Interview. Weltweit gäbe es laut ihm nichts Vergleichbares. Es sei eine Chance bereits im Lockdown die Entwicklungen durch die Testungen heraus zu lesen und dann "zeitnah" Schlüsse ziehen zu können.

Das Personen aus Wien und Niederösterreich ins Burgenland einkaufen gehen könnten, würde die Umsetzung in den Modellregionen nicht stören. Es gäbe gewisse Regeln und man würde kontrollieren, erklärte der Umweltmediziner. "Wir sind in einer realen Welt, wo einige überhaupt nichts mitmachen", sagt Hutter im Interview. Wiener und Wienerinnen würden auch nach weiteren Öffnungsschritten in Parndorf einkaufen gehen. Daher bilde man "hier epidemiologisch die Wirklichkeit ab".

Bevölkerung muss mithelfen

Zudem bekräftigte Hans-Peter Hutter die Aussagen des Handels, dass dieser kein Corona-Hotspot sei. Das Risiko im Handel sei laut Hutter nicht viel größer als eine Ansteckung durch Treffen im Freien. "Es braucht dieses Commitment der Bevölkerung auf jeder Ebene. Sonst werden wir das Virus am Ende nie los", sagte Hutter.

Parndorf und Neusiedl wurden bewusst gewählt. "Es gibt viele Schulen und Kindergärten" in dieser Region, sowie viele Möglichkeiten für die Hotellerie und den Handel. Dabei seine die Schulen ein "Schlüsselbereich". Man würde aber auch in Betrieben testen und auf die freiwillige Teilnahme der Bevölkerung zählen. Ziel sei es laut Hutter, "engmaschig und viel zu testen". 

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea