APA/APA/AFP/AUDU MARTE

Armee tötet mindestens 80 islamistische Rebellen in Nigeria

Heute, 17:44 · Lesedauer 1 min

Nigerianische Truppen haben rund 80 islamistische Rebellen getötet. Das Militär habe mit Luftunterstützung einen Angriff der Kämpfer auf einen Militärstützpunkt im nordöstlichen Bundesstaat Borno zurückgeschlagen, teilte die Armee am Mittwoch mit. Dabei seien mindestens 80 islamistische Kämpfer getötet worden, darunter hochrangige Kommandanten. Der Angriff folgte auf mehrere Selbstmordanschläge am Montag in Bornos Hauptstadt Maiduguri mit 23 Toten und mehr als 100 Verletzten.

Kämpfer der Gruppen Boko Haram und Islamic State West Africa Province (ISWAP) haben in den letzten Wochen ihre Angriffe auf Militärstützpunkte in Borno verstärkt. Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und ein bedeutender Ölproduzent. Es ist tief gespalten zwischen dem überwiegend muslimischen Norden und dem christlich geprägten Süden. Der Bundesstaat Borno im Nordosten gilt als Zentrum des seit 17 Jahren andauernden islamistischen Aufstands in Nigeria.

Die Boko Haram kämpft seit 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im Nordosten des Landes. Nigeria steht unter zusätzlichem Druck, seit US-Präsident Trump der Regierung im vergangenen Jahr vorwarf, Christen nicht ausreichend zu schützen.

Zusammenfassung
  • Nigerianische Truppen haben mit Luftunterstützung einen Angriff auf einen Militärstützpunkt im nordöstlichen Bundesstaat Borno abgewehrt und dabei mindestens 80 islamistische Rebellen, darunter hochrangige Kommandanten, getötet.
  • Der Angriff folgte auf mehrere Selbstmordanschläge in Bornos Hauptstadt Maiduguri, bei denen am Montag 23 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt wurden.
  • Die islamistischen Gruppen Boko Haram und ISWAP verstärken ihre Angriffe auf Militärstützpunkte in Borno, das seit 17 Jahren als Zentrum des Aufstands gilt.