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Führungskräfte werfen Kanye West aus Skechers-Zentrale

27. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Kanye West, dem Adidas kürzlich wegen antisemtiischer Aussagen die Zusammenarbeit aufkündigte, ist "unangemeldet und ohne Einladung" beim US-Sportschuhhersteller Skechers aufgetaucht.

Popstar Kanye West fallen seine wiederholten antisemitischen Ausritte auf den Kopf. Zuletzt hatten der Sportkonzern Adidas und die Modemarke Balenciaga die Zusammenarbeit mit dem Sänger, der sich inzwischen "Ye" nennt, beendet. Auch von Twitter und Instagram wurde West bereits gesperrt, nachdem er dort antisemitische Postings absonderte.

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In einer Pressemitteilung teilte nun der US-Sportschuhhersteller Skechers mit, dass West vor dem Konzern-Büro in Los Angeles aufgetaucht sei und dort ohne Genehmigung gefilmt habe. Nachdem er "unangemeldet und ohne Einladung" dort aufgetaucht sei, seien West und sein Team von zwei Führungskräften "aus dem Gebäude eskortiert worden".

Skechers habe keinerlei Absicht, mit West zusammenzuarbeiten. Die Firma verurteile dessen "jüngste spalterische Bemerkungen" und "toleriert weder Antisemitismus noch jegliche andere Form von Hass-Botschaften", betont Skechers weiter.

Israels Staatsoberhaupt Yitzhak Herzog hat sich nach antisemitischen Äußerungen von Kanye West erleichtert über die Kritik an dem Rapper gezeigt. "Deshalb bin ich objektiv gesehen als Israeli, als Jude, als Mensch, sehr erfreut. Ich bin sehr erfreut über diese überwältigende Reaktion auf die Kommentare von Kanye West", sagte Herzog am Mittwoch (Ortszeit) dem US-Sender CNN. "Die Geschichte lehrt uns, dass es in der Regel damit beginnt, Juden zu hassen."

Stephan HoferQuelle: Agenturen / Redaktion / hos