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Twitter gegen Musk: Prozesstermin wegen Übernahme steht

29. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Muss der Milliardär Elon Musk nun das soziale Netzwerk Twitter kaufen? Das wird sich im Zuge eines Gerichtsprozesses entscheiden. Davor gab es ein wildes Hin und Her über die möglichen Übernahmepläne des Tesla-Chefs. Nun steht der Zeitplan hierfür fest.

Twitter gegen Elon Musk. Nun ist fix, wann die Verhandlung um eine mögliche Beschleunigung des Kaufverfahrens stattfinden wird, weiß die US-Tageszeitung "Washington Post" auf ihrer Website zu berichten.

Die Verhandlung über Elon Musks Übernahmeangebot für das soziale Netzwerk Twitter wird ab dem 17. Oktober vor dem Delaware Chancery Court stattfinden. Dies entschied ein Richter am Donnerstagabend.

Bei Twitter begründet man die rechtlichen Schritte damit, dass man Schaden vom Unternehmen abwenden möchte. Bereits Anfang des Monats wurde das Verfahren bewilligt.

Fünftägiger Prozess 

Inzwischen wurde auch einen Zeitplan für die Verhandlung für Mitte Oktober genehmigt. Das würden laut "Washington Post" die Gerichtsdokumente zeigen, welche auch eine Frist bis Freitag für Musks Team gesetzt haben, um auf die Beschwerde des sozialen Netzwerks zu antworten.

Der Prozess soll sich über fünf Tage erstrecken und am 21. Oktober abgeschlossen werden.

Übernahmepläne voller Hochs und Tiefs

Twitter hatte Musk bereits im Juli verklagt und behauptet, der Tesla- und SpaceX-Chef habe seine Vereinbarung gebrochen, das soziale Netzwerk für 44 Milliarden Dollar zu kaufen.

Musk stimmte dem Kauf von Twitter für 54,20 Dollar pro Aktie im April zu, wobei er sich als Verfechter der freien Meinungsäußerung darstellte und versprach, die Seite von aggressiven Moderationstaktiken befreien zu wollen. Musk bezeichnete diese als "politisch motiviert". Er versprach auch einen erheblichen Teil seines eigenen Vermögens einzubringen, um das Unternehmen zu unterstützen.

Musk nahm auch Spam-Bots ins Visier. Er wolle gefälschte Profile zurückdrängen "oder bei dem Versuch zu sterben", wenn sein Angebot erfolgreich sei und die Übernahme gelinge.

Seine Meinung zum Kauf änderte sich jedoch Wochen später, als Musk twitterte, dass das gesamte Projekt bis zu einer Bewertung des genauen Prozentsatzes der gefälschten Konten auf der Website "auf Eis gelegt" sei. Die Kehrtwende fiel mit den Sorgen der Anleger:innen und dem wirtschaftlichen Druck zusammen, der die Tesla-Aktie, die mit einem Großteil von Musks Vermögen verbunden ist, stark belastete. Kurz darauf kam es zur Ankündigung Musks, dass er sich aus der Übernahme zurückziehen möchte.

Jan ForoboskoQuelle: Redaktion / foj