Kanye West bei seinem Besuch bei Donald TrumpAPA/APA (AFP)/SAUL LOEB

Kanye West will rechte Social-Media-Plattform Parler kaufen

17. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Popstar Kanye West will die rechte Social-Media-Plattform Parler kaufen, um "konservative Meinungen zu beschützen". Zuvor war West mehrfach mit rechtsextremen und antisemitischen Sagern aufgefallen.

Kanye West will es anscheinend Elon Musk nachmachen und eine Social-Media-Plattform kaufen. Bei ihm handelt es sich allerdings um die rechte Plattform Parler, wie Medien berichten. Die Plattform bestätigte ebenfalls, dass man mit West in Verhandlungen sei.

"In einer Welt, wo konservative Meinungen als kontrovers angesehen werden, müssen wir sicherstellen, dass wir das Recht haben, uns frei auszudrücken", begründete West seine Absicht. Der Chef des parler-Betreibers Parlement Technologies George Farmer meint dazu: "Dieser Deal wird die Welt ändern und wie die Welt über Redefreiheit denkt."

Kanye Wests Antisemitismus

Kanye West macht seit Wochen mit rechtsextremen und antisemitischen Äußerungen von sich reden. Auf der Paris Fashion Week zeigte sich West mit einem Shirt mit dem Aufdruck "White Lives Matter" - ein Slogan der extremen Rechten in den USA, der als Zeichen der Ablehnung der "Black Lives Matter"-Bewegung gilt. Begleitet wurde er dabei von der rechten Aktivistin Candace Owens.

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Nachdem er wegen Antisemitismus von Instagram gebannt wurde, meldete er sich auf Twitter zu Wort und kündigte an, er werde gegen "die Juden" aktiv werden. Immer wieder behauptete er zudem, die "jüdischen Medien" hätten sich gegen ihn verschworen. Wegen seiner antisemitischen Ausritte wurde er nach Instagram auch auf Twitter gesperrt.

Rechte Plattform für Gesperrte

Parler wurde 2018 unter anderem von Rebekah Mercer gegründet. Mercer ist eine Tochter des Multimilliardärs Robert Mercer, der als bedeutender Spender für Donald Trump und zahlreiche rechtsextreme Medien und Aktivisten fungiert. Parler wurde ins Leben gerufen, nachdem mehrere Plattformen wie Twitter, YouTube oder Facebook strenger gegen Holocaustleugnung, Desinformation und Gewaltaufrufe vorgingen.

Google, Apple und Amazon entfernten die Parler-App 2021 aus ihren Appstores, nachdem sie unter anderem dazu benutzt wurde, den Kapitol-Sturm rechter Trump-Anhänger zu koordinieren. Damals starben zehn Menschen.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos