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Zwei Schulen wegen Corona-Infektionen komplett geschlossen

21. Okt. 2021 · Lesedauer 3 min

Nach zahlreichen Corona-Fällen wurde eine Grazer Mittelschule ebenso wie eine Kärntner Volksschule geschlossen. Trotz steigender Corona-Zahlen in Österreichs Schulen ist Bildungsminister Faßmann mit dem Impffortschritt an den Bildungseinrichtungen zufrieden.

Die Mittelschule St. Andrä im Grazer Bezirk Gries musste nach Corona-Fällen in allen acht Klassen am Donnerstag vorübergehend schließen. Ebenfalls geschlossen wird eine Volksschule in Klagenfurt-Land. Dort wurden 15 Schüler aus unterschiedlichen Klassen und sechs Lehrkräfte positiv auf das Coronavirus getestet.

In der Grazer Mittelschule sei die Zahl der positiven PCR-Tests sei schon in den vergangenen Tagen hoch gewesen, erklärte die Bildungsdirektion gegenüber der APA. So seien sechs Klassen bereits in Quarantäne gewesen. Nachdem die Zahl der positiv Getesteten auch in den anderen beiden Klassen anstieg, wurde am Donnerstag schließlich die ganze Schule mit ihren rund 200 Schülerinnen und Schülern geschlossen.

Kärnten: Zwei Wochen Fernunterricht

Die Schüler der geschlossenen Kärntner Volksschule sollen bis zum 2. November im Fernlernunterricht bleiben. Eine Woche davon wird indes in die Herbstferien fallen. In ganz Kärnten kam es innerhalb eines Tages zu einer Verdoppelung der Anzahl der Klassen, die sich in Quarantäne befinden.

Am Mittwoch waren es sieben Schulklassen, die in Quarantäne waren, am Donnerstag 14. Dies liege jedoch hauptsächlich an einer Schule im Bezirk Wolfsberg, sagte Landespressesprecher Gerd Kurath gegenüber der APA. Allein in dieser sind fünf neue Klassen hinzugekommen, die in Quarantäne müssen. Dort wurde eine Lehrkraft positiv auf das Virus getestet. Österreichweit sind derzeit 103 Klassen (Vorwoche: 74) coronabedingt geschlossen. 

Andreas Ferner, HAK-Lehrer und Kabarettist, im PULS 24 Interview über die Corona-Situation an den Schulen.

Anstieg der Corona-Fälle in Schulen

Bei den PCR-Tests an den Schulen sind in dieser Woche bisher deutlich mehr positive Ergebnisse registriert worden als zuletzt. Am Montag und Dienstag wurden in acht Bundesländern (exklusive Wien) 891 positive Proben abgegeben, in der Vorwoche waren es nur 552, vor zwei Wochen 487. Damit schlugen 0,16 Prozent der Tests an. Die Zahlen aus Wien, wo zweimal pro Woche PCR-getestet wird, liegen erst am Freitag vor.

PULS 24 Politik-Chefreporterin Manuela Raidl analysiert die Pressekonferenz von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

Damit wurden in dieser Woche bereits exklusive der Bundeshauptstadt fast genauso viele positive PCR-Tests verzeichnet wie in der Vorwoche inklusive Wien (922). Deutliche Anstiege gab es in Oberösterreich mit 350 Positiv-Tests (Vorwoche: 197), Niederösterreich mit 203 (143), der Steiermark mit 149 (85), Salzburg mit 71 (42), Kärnten mit 60 Fällen (44) und Tirol mit 50 (32). Im Burgenland wurden wie in der Vorwoche acht Fälle registriert, in Vorarlberg keiner - wobei allerdings im Ländle nur freiwillig sowie stichprobenartig an einigen ausgewählten "Wächter-Schulen" getestet wird.

Diese Fälle beziehen sich nur auf die jeweiligen wöchentlichen Massentests in der Klasse. Werden dabei Infektionen erkannt und dann beim Test des Umfelds erneut positive Fälle entdeckt, fließen sie nicht in die Schulstatistik ein.

Faßmann mit Impffortschritt zufrieden

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) informierte am Donnerstag über Teststrategie und Impffortschritt in den Schulen. In allen Bundesländern liege die Impfquote der Lehrpersonen um mehr als zehn Prozentpunkte über jener der gleichaltrigen erwerbstätigen Bevölkerung. Mit Stand 30. September sind laut Statistik Austria 84 Prozent aller Lehrkräfte geimpft. Am höchsten ist die Impfquote bei den Lehren im Burgenland (89 Prozent), am niedrigsten in Oberösterreich (80 Prozent) und Salzburg (79 Prozent). 

Die höchste Impfrate weisen AHS-Lehrer auf (89 Prozent). Die niedrigste Rate haben Volksschullehrer (80 Prozent). Faßmann zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Rate steigen werde.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb