APA - Austria Presse Agentur

84 Prozent der Lehrer sind geimpft: Faßmann mit Schulstart zufrieden

21. Okt 2021 · Lesedauer 3 min

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) informierte vor den Herbstferien über Teststrategie und Impffortschritt in den Schulen. Er kündigt eine Booster-Impfung für Lehrer an.

"School is back", sagte Bildungsminister Heinz Faßmann am Donnerstag. Nach sieben Wochen im neuen Schuljahr blicke man mit "einer gewissen Zufriedenheit" zurück, so Faßmann. 

Die Schulen bleiben offen, "dafür werden wir sorgen". Wegen der Teststrategie könne er dies auch garantieren. 4,8 Millionen PCR-Tests und 10 Millionen Antigentests wurden durchgeführt. 4.100 positiv getestete Schülerinnen und Schüler konnten bis 20. Oktober durch die PCR-Testungen gefunden werden, 6.000 Verdachtsfälle über die Antigentests. Man würde so Infektionen erkennen und Infektionsketten durchbrechen. 

Ferner zum Schulanfang: "Es war eine Herausforderung"

Die Schulen sind mit Ausnahme von Vorarlberg derzeit alle in Stufe 2. Das heißt, die Tests finden für ungeimpfte Schülerinnen und Schüler dreimal in der Woche statt, Masken werden außerhalb der Klasse getragen. In Vorarlberg wird nur freiwillig getestet. Auch die Abwasserdaten korrelieren mit den Inzidenzen, diese würden gut funktionieren. Derzeit sind von den 114 Kläranlagen österreichweit fünf im grünen Bereich, 56 im gelben, 41 im orangen und zwölf im roten Bereich.

Impfquoten sehr unterschiedlich

Auch wenn er müde werde, die Fakten zu wiederholen, sagte Faßmann: Der inviduelle Nutzen einer Coronaimpfung sei weitaus größer als das Risiko. In allen Bundesländern liege die Impfquote der Lehrpersonen um mehr als zehn Prozentpunkte über jener der gleichaltrigen erwerbstätigen Bevölkerung. Mit Stand 30. September sind laut Statistik Austria 84 Prozent aller Lehrkräfte geimpft. Am höchsten ist die Impfquote bei den Lehren im Burgenland (89 Prozent), am niedrigsten in Oberösterreich (80 Prozent) und Salzburg (79 Prozent). 

Die höchste Impfrate weisen AHS-Lehrer auf (89 Prozent). Die niedrigste Rate haben Volksschullehrer (80 Prozent). Faßmann zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Rate steigen werde.

Erstmals gibt es Daten zur Impfquote bei Schülern: Am höchsten ist die Impfquote mit 61 Prozent in der AHS-Oberstufe, am niedrigsten mit 20 Prozent in der Mittelschule. Je älter die Schülerinnen und Schüler, umso höher ist ihre Impfquote. 18- und 19-Jährige sind zu 60 Prozent geimpft. 12-Jährige zu 22 Prozent.

Aufklärung und Booster-Impfung

Die Zahlen zu den Impfungen würden konkrete Hinweise liefern, wo man verstärkt auf Aufklärung setzen müsse. Die östlichen Bundesländer seien deutlich besser dran. Beim Unterschied der Impfquoten nach Schultypen lassen auf Bildungsniveau und Sprachbarrieren schließen. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz arrangiere man eine Aktion "Breaking the wave". In mehreren Sprachen werde so über Impfmythen aufgeklärt. Unter dem Titel "Frag die Wissenschaft" sollen Kurz-Interviews zu Fragen von Schüler und Eltern gemacht werden.

Auch auf die Lehrkräfte wolle man achten. Ab November bekommen Lehrerinnen und Lehrer ab sechs Monate nach ihrer Zweitimpfunge eine Booster-Impfung. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb, koa