APA - Austria Presse Agentur

Wieder über 3.000 Neuinfektionen in Österreich

12. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

In Österreich ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Freitag wieder über 3.000 gesprungen: Binnen 24-Stunden wurden 3.241 Personen positiv auf Covid-19 getestet. 126 Menschen sind in diesem Zeitraum mit einer Coronainfektionen verstorben. Bei den Hospitalisierten gab es zwar einen Rückgang um 52 Betroffene, allerdings wuchs die Zahl der Intensiv-Patienten um 19 an. Das Gesundheitsministerium erwartet die erste Impfstofflieferung Anfang Jänner.

Die 3.241 Neuinfektionen bedeuten zudem einen hohen Wert im Vergleich zu den vergangenen sieben Tagen, wo der Schnitt mit 2.733 positiven Tests pro Tag niedriger war. Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner sank in Österreich dennoch leicht auf einen Wert von 215.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Toten beträgt derzeit 7,4. Das heißt, dass in der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner 7,4 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben sind. Deutlich am höchsten ist dieser Wert weiterhin in Kärnten, hier beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz der Todesfälle 12,8.

Das Gesundheitsministerium geht derweil davon aus, dass die fixierte Covid-19-Impfstrategie wie vorbereitet durchgeführt wird. Eine erste Impfstofflieferung von BioNTech/Pfizer sei Anfang Jänner zu erwarten, dann werde man wie geplant in den Alters- und Pflegeheimen starten, betonte der Covid-Sonderbeauftragte Clemens Martin Auer am Samstag gegenüber der APA. Die einzige Frage sei die Marktzulassung durch die EU. Auer geht aber davon aus, dass diese wie erwartet erteilt wird.

Wann genau die erste Impfstofflieferung eintrifft, könne man noch nicht sagen. Ende Dezember, Anfang Jänner sei mit der Zulassung für BioNTech/Pfizer zu rechnen. Bald danach, also Anfang Jänner, erwartet Auer 250.000 Vakzin-Dosen von diesem Unternehmen. Damit können dann - weil zwei Impfungen nötig sind - in der ersten Phase 125.000 Bewohner und Mitarbeiter von Alters- und Pflegeheimen geimpft werden.

Die nächste Lieferung erwartet der Covid-Beauftragte bald darauf im Lauf des Jänner. Dabei handelt es sich um 200.000 Impf-Dosen der Firma Moderna. Damit wird die Immunisierung des Gesundheitspersonals in Krankenhäusern, Ordinationen etc. und von Hochrisikogruppen möglich sein.

Die dritte Impfstofftranche sollte dann von Astra Zeneca kommen. Auer erwartet dabei die Zulassung "im ersten Quartal". Mit rund zwei Millionen Vakzin-Dosen kann man in die zweite Impfplan-Phase wechseln - und Impfungen für alle Personen über 65 sowie solche mit Systemrisiko in den Bereichen Bildung, Sicherheit, Justiz und in der kritischen Infrastruktur anbieten.

Quelle: Agenturen