Warum viele Geimpfte sich häufiger testen lassen als Ungeimpfte

31. Mai 2021 · Lesedauer 4 min

Wirtschaftssoziologe Bernhard Kittel erläutert im PULS 24 Gespräch, warum sich viele Geimpfte trotzdem weiter testen lassen und dies zum Teil sogar öfters als Ungeimpfte tun.

Die Zahl der Geimpften steigt weiter rasch an. Mit ihr steigt auch die Zahl der Impfwilligen. Seit Jahresbeginn haben sich die Anteile der Impfbereiten und der Impfskeptiker in der Bevölkerung jeweils ins Gegenteil verkehrt, sagt Wirtschaftssoziologe Bernhard Kittel im Interview mit PULS 24 Anchorwoman Alina Marzi. "Im Winter war etwa ein Drittel der Bevölkerung impfbereit. Inzwischen ist es so, dass bereits zwei Drittel der Bevölerung impfwillig oder sogar schon geimpft sind", sagt Kittel.

Je mehr Menschen geimpft würden, desto mehr würden sich auch von der Sinnhaftigkeit und Unbedenklichkeit der Impfung überzeugen lassen, meint der Wirtschaftsoziologe. Diejenigen, die nach wie vor starke Skepsis gegenüber der Impfung haben, seien oft Menschen mit einem Hang zu Verschwörungsmythen. "Ich vermute, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Angstmache, die auf sozialen Medien betrieben wird, und der Skepsis gegenüber der Impfung", so Kittel.

Viele Geimpfte lassen sich weiter regelmäßig testen

Neue Studien des Austria Corona Panel würden zudem zeigen, dass manche Geimpfte sich sogar trotz Impfung noch häufiger testen lassen als viele Ungeimpfte. Das wirkt nur auf den ersten Blick kontraintuitiv, so Kittel. Die Bevölkerung lasse sich ganz allgemein in drei Gruppen unterteilen, was die Impfung betrifft: Diejenigen die das Virus ernst nehmen, diejenigen, die Impfung und auch Testen als sinnlos ansehen und die größte Gruppe, die in der Mitte stehe.

Die erste Gruppe nehme das Virus ernst und sei daher von vornherein impfbereit gewesen. Trotz der eigenen Impfung würden sie sich auch weiter regelmäßig testen lassen, da sie vom Risiko wissen, sich auch trotz Impfung noch infizieren zu können. Zudem würden sie sich auch öfter testen lassen, um andere zu schützen.

Die zweite Gruppe lehnte Impfung wie Testen kategorisch ab. Die dritte Gruppe schließlich sei verunsichert was die Impfung betrifft. Wenn sie sich aber impfen lässt, sehen sie oft nicht ein, wieso sie sich weiterhin testen lassen sollen, da sie ja durch die Impfung in den meisten Fällen vor einem schweren Verlauf geschützt sind.

Optimistisch bei Durchimpfung in der Bevölkerung

Was die notwendige Durchimpfungsrate der Bevölkerung betrifft, ist Kittel optimistisch. Aktuell rechne man damit, dass eine Durchimpfungsrate von rund 80 Prozent notwendig sei, um eine Herdenimmunität (ein Begriff, den Kittel nicht so gerne hat) zu erreichen. Aktuell rechne man damit dass Impfskeptiker momentan etwa ein Viertel der Bevölkerung ausmachen. Damit sei man gar nicht so weit weg von den 80 Prozent, die geimpft sein müssen, meint Kittel.

Viele Geimpfte lassen sich weiter regelmäßig testen

Neue Studien des Austria Corona Panel würden zudem zeigen, dass manche Geimpfte sich sogar trotz Impfung noch häufiger testen lassen als viele Ungeimpfte. Das wirkt nur auf den ersten Blick kontraintuitiv, so Kittel. Die Bevölkerung lasse sich ganz allgemein in drei Gruppen unterteilen, was die Impfung betrifft: Diejenigen die das Virus ernst nehmen, diejenigen, die Impfung und auch Testen als sinnlos ansehen und die größte Gruppe, die in der Mitte stehe.

Die erste Gruppe nehme das Virus ernst und sei daher von vornherein impfbereit gewesen. Trotz der eigenen Impfung würden sie sich auch weiter regelmäßig testen lassen, da sie vom Risiko wissen, sich auch trotz Impfung noch infizieren zu können. Zudem würden sie sich auch öfter testen lassen, um andere zu schützen.

Die zweite Gruppe lehnte Impfung wie Testen kategorisch ab. Die dritte Gruppe schließlich sei verunsichert was die Impfung betrifft. Wenn sie sich aber impfen lässt, sehen sie oft nicht ein, wieso sie sich weiterhin testen lassen sollen, da sie ja durch die Impfung in den meisten Fällen vor einem schweren Verlauf geschützt sind.

Optimistisch bei Durchimpfung in der Bevölkerung

Was die notwendige Durchimpfungsrate der Bevölkerung betrifft, ist Kittel optimistisch. Aktuell rechne man damit, dass eine Durchimpfungsrate von rund 80 Prozent notwendig sei, um eine Herdenimmunität (ein Begriff, den Kittel nicht so gerne hat) zu erreichen. Aktuell rechne man damit dass Impfskeptiker momentan etwa ein Viertel der Bevölkerung ausmachen. Damit sei man gar nicht so weit weg von den 80 Prozent, die geimpft sein müssen, meint Kittel.

Quelle: Redaktion / hos