Vierte Festnahme nach Waldbränden in Chile
Ebenfalls am Donnerstag wurde in Biobío ein Mann festgenommen, der in einem Waldgebiet im Ort Punta de Parra gerade ein Feuer entzündete. In Biobío hatte es bereits am Montag eine vorläufige Festnahme gegeben, eine andere am Mittwoch in Araucanía. Am Donnerstag kämpfte die Feuerwehr in den am stärksten betroffenen Regionen Araucanía, Ñuble und Biobío noch gegen 19 Brände.
Am Samstag waren etwa zeitgleich mehrere Brände in Biobío rund 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile ausgebrochen. Wegen der Hitze im chilenischen Sommer und starken Winds breiteten sich die Flammen schnell aus und zerstörten ganze Wohnviertel, insbesondere in den kleinen Städten Penco und Lirquén.
Es sind die schlimmsten Waldbrände in Chile seit Februar 2024. Damals waren in der Küstenregion Viña del Mar 138 Menschen ums Leben gekommen. Eine Untersuchung ergab, dass die Brände damals vorsätzlich von Feuerwehrmännern und Forstbeamten gelegt worden waren.
Nach Angaben des Chilenischen Zentrums für Klimawissenschaft erhöht die Erderwärmung die Waldbrandgefahr in dem südamerikanischen Land. Seit mehr als einem Jahrzehnt werden demnach höhere Temperaturen und längere Trockenheitsphasen gemessen.
Zusammenfassung
- Nach heftigen Waldbränden im Süden Chiles wurden bislang vier mutmaßliche Brandstifter festgenommen, wobei ein Verdächtiger in Biobío für 20 der insgesamt mindestens 21 Todesopfer verantwortlich gemacht wird.
- Die Feuerwehr kämpfte am Donnerstag noch gegen 19 Brände in den Regionen Araucanía, Ñuble und Biobío, nachdem die Flammen durch Sommerhitze und starken Wind ganze Wohnviertel zerstört hatten.
- Es handelt sich um die schwersten Waldbrände seit Februar 2024, als 138 Menschen in Viña del Mar ums Leben kamen und Ermittlungen ergaben, dass damals Feuerwehrleute und Forstbeamte die Brände gelegt hatten.
