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Verschütteter Kletterer in Tirol nach Ortung tot geborgen

10. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Der am Donnerstag am Wilden Kaiser unter einer Felslawine verschüttete 30-jährige Kletterer aus Deutschland konnte nur mehr tot geborgen werden. Einsatzkräften des Bundesheeres, der Alpinpolizei und der Bergrettung sowie Feuerwehr Kufstein gelang es am späten Freitagnachmittag den Mann zu orten, sagte Polizeisprecher Stefan Eder der APA. Die Leiche des Mannes sei bereits mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen worden. Die Bergung hatte sich als äußerst schwierig gestaltet.

Eine großangelegte Suchaktion musste Donnerstagnachmittag aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden und die Landesgeologie wurde hinzugezogen. Der Alpinist, der laut der Deutschen Presseagentur dpa Soldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr war und eine Ausbildung zum Heeresbergführer absolvierte, wurde beim Abstieg im Gemeindegebiet von Kirchdorf (Bezirk Kitzbühel) von großen Felsbrocken erfasst und unter der Felslawine verschüttet. Laut Landesgeologen brachen rund 50 Kubikmeter Gestein aus, verdeutlichte Eder die Dimension.

Der Mann war mit vier weiteren Kollegen unterwegs, die in der 40 Meter hohen Felswand eine Abseilübung absolvierten. Am Fuße der Wand banden sich die Alpinisten nach Angaben der Exekutive aus dem Kletterseil aus und gingen zu Fuß über einen Steig wieder zum Ausgangspunkt. Auf dem Weg zu ebendiesem Ausgangspunkt wurde der 30-Jährige offenbar von den Steinmassen erfasst. Seine Kollegen, die sich bereits am Ausgangspunkt befanden, hörten ein lautes, dumpfes Rauschen. Sie blieben unverletzt.

Quelle: Agenturen