Vatikan: Kein Bistro auf Petersdom-Terrasse
Die italienische Tageszeitung "Il Messaggero" hatte berichtet, auf der Terrasse der Basilika sollten frühere Lagerräume zu einem Restaurant hoch über den Dächern der Stadt umgebaut werden. Dorthin seien zuletzt bereits Einrichtungsgegenstände und anderes Material transportiert worden. Bereits jetzt werden auf der Terrasse, die man beim Aufstieg auf die Kuppel passiert, Eis, Snacks und Getränke als Erfrischungen vor der nächsten Etappe verkauft. Um den höchsten für Besucher zugänglichen Punkt des "Cupolone" zu erreichen, muss man 551 Stufen erklimmen; wer zuvor den Aufzug nutzt, hat noch 320 Stufen vor sich. Die einzigartige Renaissance-Kuppel von Michelangelo ist 131 Meter hoch.
Das Kommunikationsbüro des Petersdoms erklärte nun, eine Erweiterung der für Pilger zugänglichen Terrasse werde geprüft. "Dies würde die Besucherdichte in der Basilika verringern und eine ruhigere Atmosphäre schaffen." Der kleine Erfrischungsstand könnte in einem schlichten, dem Kontext angemessenen Stil erweitert werden, "der die Heiligkeit des Ortes respektiert und den Bedürfnissen der Pilger entgegenkommt", so die Verantwortlichen der bedeutendsten Kirche der katholischen Christenheit.
Die Zeitung "Il Messaggero" hatte spekuliert, dass eine Eröffnung des Lokals direkt hinter den sechs Meter hohen Apostelstatuen auf der Fassade des Petersdoms bei den Feierlichkeiten zum 400. Weihetag der Basilika am 18. November stattfinden könnte.
Zusammenfassung
- Der Vatikan hat Medienberichten widersprochen, wonach auf der Petersdom-Terrasse ein Bistro eröffnet werden soll, und stellt klar, dass lediglich eine Erweiterung des bestehenden Imbissstands geplant ist.
- Mit der Vergrößerung des Erfrischungsstands, der bereits Snacks, Eis und Getränke anbietet, soll die Besucherdichte in der Basilika verringert und ein Klima größerer Andacht geschaffen werden.
- Um die 131 Meter hohe Kuppel zu erreichen, müssen Besucher 551 Stufen oder, nach Nutzung des Aufzugs, noch 320 Stufen erklimmen.
