APA - Austria Presse Agentur

Zahl der Todesopfer in Italien steigt wieder

11. Apr 2020 · Lesedauer 3 min

In Italien wächst die Zahl neuer Coronavirus-Todesopfer wieder. Nachdem am Freitag 570 Todesfälle gemeldet worden waren, stieg die Zahl der Gestorbenen am Samstag auf 619, womit die Zahl der Gestorbenen seit Pandemie-Beginn auf 19.468 angewachsen ist. Die Zahl der Infizierten überragte erstmals die 100.000-Schwelle und stieg auf 100.269.

In Italien wächst die Zahl neuer Coronavirus-Todesopfer wieder. Nachdem am Freitag 570 Todesfälle gemeldet worden waren, stieg die Zahl der Gestorbenen am Samstag auf 619, womit die Zahl der Gestorbenen seit Pandemie-Beginn auf 19.468 angewachsen ist. Die Zahl der Infizierten überragte erstmals die 100.000-Schwelle und stieg auf 100.269.

28.144 Covid-19-Patienten liegen in den italienischen Krankenhäusern, 3.381 davon auf der Intensivstation, das sind 116 weniger als am Freitag. Die Zahl der Genesenen kletterte auf 32.534, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit. Die Zahl der Patienten in Heimisolierung lag bei 68.744.

Auch in der Lombardei, Epizentrum der Coronavirus-Epidemie in Italien, ist die Zahl der Infizierten gestiegen. 57.592 Menschen wurden in der Region positiv auf das Covid-19 getestet, das sind 1.544 mehr als am Freitag. Die Zahl der Todesopfer stieg in 24 Stunden um 273 auf 10.511. Am Vortag war die Zahl der Todesopfer in der Lombardei um 216 gestiegen. 12.026 Personen liegen in den lombardischen Spitälern, 1.174 davon auf der Intensivstation. Das sind 28 weniger als am Vortag,

Nach der Lombardei ist nach wie vor die Emilia Romagna die am stärksten betroffene Region, und zwar mit 2.481 Todesopfern, gefolgt vom Piemont mit 1.633. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien starben bisher 185 Personen, die Zahl der Infizierten stieg dort bis Freitag auf 2.393.

"Die Epidemie ist absolut nicht zu Ende. Wir dürfen nicht nachlassen und denken, dass das Schlimmste bereits vorbei ist, denn die Zahlen der Infizierten sind nicht stabil. Zwar ist der Trend besser als vor einer Woche, wir können jedoch noch nicht ruhig sein", sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera. Grund zur Sorge ist die Stadt Mailand, in der die Zahl der Neuinfizierten sich an einem Tag auf 520 neue Fälle verdoppelte. In der lombardischen Hauptstadt werden 5.368 Infizierten gezählt. Wichtig sei es jetzt, über die Osterfeierlichkeiten die Ausgangssperre zu berücksichtigen und Menschenversammlungen zu vermeiden, sagte Gallera.

Im Gegensatz zum Rest Italiens bleiben nächste Woche Buchhandlungen und Schreibwarengeschäfte in der Lombardei ab Dienstag geschlossen. Laut Gallera sei die Zeit für eine Auflockerung der Ausgangssperre noch nicht gekommen. Die italienische Regierung hatte am Freitag beschlossen, dass Buchhandlungen, und Schreibwarengeschäfte, sowie Shops für Baby- und Kinderkleidung wieder öffnen dürfen.

Die Behörden beklagten eine zunehmende Zahl von Personen auf den Straßen trotz zunehmender Polizeikontrollen. Allein in Mailand wurden 1.000 Polizisten und Soldaten eingesetzt, um Verstößen gegen die Ausgangssperre nachzugehen.

Auch wurde am Samstag die groß angelegten Offensive fortgesetzt, um die Italiener über die Osterfeiertage im Haus zu halten. Auf der Zufahrt zur Autobahn bei Rom bildeten sich lange Autoschlangen mit Insassen, die die Stadt verlassen wollten. Jedes Fahrzeug wurde gründlich kontrolliert.

Mit Drohnen, Hubschraubern, Straßensperren und ausgedehnten Kontrollen will man vermeiden, dass das Frühlingswetter mit hohen Temperaturen die Italiener zu Verstößen gegen die drakonische Ausgangssperre bewegt. Die Polizei kontrolliert insbesondere, dass Personen nicht mit dem Privatauto ihre Ferienwohnungen erreichen. Die Kontrollen konzentrierten sich vor allem auf Bade- oder renommierte Gebirgsortschaften.

Italien hat die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre um drei Wochen bis zum 3. Mai verlängert .Beschlossen wurde eine leichte Auflockerung des Produktionsstopps. Seit Mitte März sind in Italien nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken geöffnet.

Quelle: Agenturen