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USA: Tesla verursacht Massenkarambolage

10. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Ende November kam es in den USA auf der San Francisco Bay Bridge zu einem Unfall mit acht Fahrzeugen. Verletzt wurden dabei neun Personen, darunter ein 2-jähriges Kind. Auslöser war ein Tesla Model S, der auf der Fahrbahn plötzlich zum Stillstand kam.

Der Unfall passierte nur wenige Stunden, nachdem Tesla-Chef Elon Musk ein "Full Self-Driving"-Feature ("Vollständiges selbständiges Fahren"-Funktion) für alle in Nordamerika angekündigt hat. Der Fahrer des Teslas gab an, genau diese neue Funktion ausprobiert zu haben. Im Polizeibericht gab dieser dann an, dass es zu einer Fehlfunktion kam und das Auto plötzlich von der ersten in die zweite Spur gewechselt sei. Dabei wurden die Bremsen aktiviert und es kam zu einem abrupten Stopp. Videoaufnahmen und Bilder einer Überwachungskamera, die der US-Zeitung "The Intercept" vorliegen, bestätigen nun die Aussage des Tesla-Lenkers.

Untersuchung eingeleitet

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) gab an, dass es eine Untersuchung zum Vorfall eingeleitet hat. Laut Daten der NHTSA kam es von Juli 2021 bis Juni 2022 zu 273 Unfällen aufgrund von Teslas Autopilot-Fahrerassistenzsystem. In den letzten Monaten häuften sich Berichte, in denen sich Tesla-Fahrer über plötzliche "Phantombremsungen" beschwerten. Dabei würden die Fahrzeug bei hohen Geschwindigkeiten plötzlich abbremsen. Laut der US-Zeitung "Washington Post" wurden innerhalb von drei Monaten mehr als 100 solcher Beschwerden bei der NHTSA eingereicht.

Da immer mehr traditionelle Autohersteller in den Markt für Elektrofahrzeuge einsteigen, steht Tesla unter Druck. Musk selbst sagt, dass die Entwicklung eines vollständig selbstfahrenden Fahrzeugs für Tesla "unverzichtbar" sei: "Das ist der Unterschied zwischen einem Tesla, der viel Geld wert ist, und einem, der praktisch nichts wert ist."

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz