US-Whistleblower ist sich sicher: USA besitzt UFOs

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Gibt es UFOs? Gibt es noch andere Lebewesen im Universum? Geht es nach dem ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter und Whistleblower David Grusch lassen sich beide Fragen mit einem "Ja" beantworten.

Der hochdekorierte Afghanistan-Veteran Grusch behauptete im Juni in einem Interview mit US-TV-Sender News Nation, dass die US-Regierung seit Jahren "intakte und teilweise intakte außerirdische Fahrzeuge, darunter eines, das so groß wie ein Fußballfeld ist" besitze. Zu dieser Überzeugung sei er gekommen, nachdem er in den letzten vier Jahren mit 40 Zeugen gesprochen hätte.

Am Mittwoch sagte Grusch vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses aus. Auch dort äußerte er keine Zweifel: "Auf jeden Fall" besitze die US-Regierung sogenannten UAPs (unidentifizierte Luftphänomene), eine Bezeichnung, die die US-Regierung für UFOs verwendet.

US-Programm soll UFOs nachgebaut haben

Er erklärte den Abgeordneten, dass er 2019 gebeten wurde, alle geheimen Programme zu ermitteln, die in den Aufgabenbereich einer Task Force zu UAPs fielen. Im Laufe dessen sei er auf ein Programm gestoßen, dass über Jahrzehnte unbekannte Flugobjekte sichergestellt und nachgebaut habe.

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter räumt jedoch ein, dass es möglich sei, dass dabei nicht nur UFOs nachgebaut werden. Bei diesen UAPs könnte es sich auch um Flugobjekte von Feinden der USA handeln. Er ist trotzdem überzeugt, dass ein Teil des Programms auch UFOs betrifft.

Laut dem 36-Jährigen verschweigen die Geheimdienste dem US-Kongress Informationen über Außerirdische, weswegen er seinen Job kündigte.  

Vergeltungsmaßnahmen 

Nach seinem Interview im Juni sei er Vergeltungsmaßnahmen ausgesetzt gewesen. Er spricht von "administrativem Terrorismus" und "einem Werkzeug in ihrem Werkzeugkasten, um Menschen zum Schweigen zu bringen". Nachdem er einem Kongressmitglied seine extraterrestrischen Entdeckungen erzählt hatte, hätten ihm Geheimdiensten mit dem Tod gedroht, sagte Grusch im TV-Interview.

Während der Anhörung gab Grusch zu, jemanden persönlich zu kennen, der bei den Bemühungen, extraterritoriale Technologie zu vertuschen oder zu verbergen, zu Schaden gekommen sei.

Weiter ausführen wollte er das im öffentlichen Rahmen aber nicht. Details zur UFO-Diskussion gab er generell nicht bekannt. Er kenne jedoch "die genauen Standorte". Diese seien "dem Generalinspekteur und zum Teil auch den Geheimdienstausschüssen mitgeteilt" worden.

"Nicht menschlich" biologische Präparate gefunden

Angesprochen auf das "fußballfeldgroße", außerirdisches Raumschiff, meinte Grusch er könnte keine Einzelheiten nennen. Zugeknöpft zeigte er sich auch, als es darum ging, konkrete Namen von Privatunternehmen, die mit der Regierung an UFOs gearbeitet haben, zu nennen.

Auf Social Media sorgte die Aussage, dass bei manchen UFO-Bergungen "nicht menschliche" biologische Präparate gefunden worden sein, für Aufregung. Dabei berief er sich auf die Einschätzungen von zuständigen Experten. Er selbst habe allerdings noch nie einen Alien gesehen.

Erster UFO-Absturz in Italien

Grusch behauptet, die USA würde seit den 1930er-Jahren über "nicht-menschliche" Aktivitäten Bescheid wissen. Im Interview meinte der Ex-Geheimdienstmitarbeiter, dass das erste UFO in den 30er Jahren in Italien abgestürzt sei.

Den Mitgliedern des Überwachungsausschusses bot er an, sie in einem "scif" zu unterrichten. Dabei handelt es sich um Einrichtungen, die von Geheimdiensten für die Weitergabe hochsensibler Informationen verwendet werden.

Zeugenaussagen zu UAPs

Neben Grusch war noch der ehemalige US-Marinekommandant David Fravor anwesend. Er wurde gebeten, seine Begegnungen mit einem UAP zu beschreiben. Er und sein Team hätten im Jahr 2004 ein "kleines weißes tic-tac Objekt", dass sich "sehr abrupt über das Wasser bewegte" beobachtet. Die Himmel sei an dem Tag klar gewesen und auch der ruhige See habe keinen Schaumkronen aufgewiesen. Trotzdem habe man auf dem Radar "Weißwasser" gesehen.

Ein weiterer früherer Militärpilot berichteten ebenfalls von seinen Erfahrungen mit UAPs. Ryan Graves behauptete, er habe "mindestens ein paar Jahre lang jeden Tag" UFOs vor der Atlantikküste gesehen. Beide Zeugen bemängelten, dass viele Sichtungen gar nicht gemeldet werden, weil die Beobachtenden um ihre Jobs fürchten. Die Zeugen forderten ein Meldesystem für Piloten sowie Schutzmaßnahmen für Informanten.

Task Force zur UFO-Forschung

Seit zwei Jahren gehen die USA mit dem Thema UFOs und Alien offener um. Für mehr Transparenz soll eine Task-Force zur UFO-Forschung sorgen. Man veröffentliche Bilder von unidentifizierten Flugobjekten und gab zu, nicht für alle Aufnahme eine Erklärung zu haben.

Berichten zufolge gebe es aus den vergangenen zwei Jahrzehnten Dutzende Sichtungen, die man nicht erklären könne. Dabei gebe es jedoch keine Hinweise auf außerirdisches Leben oder geheime Techniken von anderen Ländern.

UAPs ein nationales Sicherheitsrisiko

Aufgrund dieser Ungewissheit herrscht Nervosität bei US-Behörden. Die Anhörung diente auch dazu, "Auswirkungen auf die nationale Sicherheit, öffentliche Sicherheit und Regierungstransparenz" im Zusammenhang mit UAPs zu besprechen. Wenn es nach den drei Zeugen geht, sind UAPs ein nationales Sicherheitsrisiko.  

ribbon Zusammenfassung
  • Gibt es UFOs? Sind wir alleine in diesem Universum? Diese Fragen beschäftigt die Menschheit schon seit Jahrhunderten.
  • Geht es nach dem ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter und Whistleblower David Grusch lassen sich beide Fragen mit einem "Ja" beantworten.
  • Am Mittwoch sagte Grusch vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses aus.
  • Auch dort äußerte er keine Zweifel: "Auf jeden Fall" besitze die US-Regierung sogenannten UAPs (unidentifizierten Luftphänomenen).

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