Hollenstein: "Das einzige, was wirklich schnell wirkt, wäre ein Lockdown"

11. Nov 2021 · Lesedauer 1 min

Infektiologin Ursula Hollenstein sieht ihre Befürchtungen angesichts der aktuellen Corona-Zahlen noch übertroffen. Das einzige, was kurzfristig und schnell helfen könne, sei ein Lockdown.

Infektiologin Ursula Hollenstein ist von den aktuellen Entwicklungen bei den Corona-Zahlen nicht überrascht. Trotzdem übertreffe die aktuelle Situation "alles, was wir befürchtet haben", sagt sie im PULS 24 Interview. Auch wenn es gut sei, dass jetzt vermehrt geimpft werde, so sei das trotzdem eine Maßnahme, "die uns erst über mehrere Wochen einen Benefit bringen kann".

Als kurzfristige und schnelle Gegenmaßnahme gegen die aktuelle Explosion bei den Infektionen sieht sie nur einen Lockdown. Offensichtlich versuche die Politik aber, dies mit allen Mitteln zu vermeiden.

Hollenstein appelliert stattdessen dafür, sich auch ohne staatliche Maßnahmen wieder an einfache Maßnahmen wie Sicherheitsabstand, Maske tragen und Kontakte einschränken zu halten. Die Delta-Variante sei zwar wesentlich ansteckender, aber die Ansteckung funktioniere noch immer gleich wie zu Beginn der Pandemie.

Dass es mehr Impfdurchbrüche gibt, sieht sie nicht als Indiz dafür, dass die Impfung nicht wirke. Im Gegenteil: Es sei zu erwarten gewesen, dass es bei mehr Geimpften auch mehr Impfdurchbrüche geben wird. "Das ist jedem klar, der Zahlen lesen kann", meint sie.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos