APA - Austria Presse Agentur

Über 1.400 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden registriert

16. Feb 2021 · Lesedauer 3 min

Die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Österreich steigt weiter an. Seit Montag wurden 1.427 neue Fälle verzeichnet. Im Schnitt kamen somit in der vergangenen Woche täglich 1.435 neu Infizierte hinzu. Das spiegelt sich auch bei den Hospitalisierten wider, am Dienstag mussten um 38 Patienten mehr als am Montag im Krankenhaus behandelt werden. Erstmals seit Ende Jänner wurden innerhalb von sieben Tagen auch wieder mehr als 10.000 neue Fälle verzeichnet.

Zuletzt lag der Wochenschnitt am 28. Jänner mit 10.432 über dieser Marke. Am Dienstag betrug der Durchschnitt der vergangenen sieben Tage 10.046 neue Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg auf 112,9, somit infizierten sich seit der Vorwoche beinahe 113 Menschen pro 100.000 Einwohner.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober rief für die Wochen bis Ostern einmal mehr "die schwierigste Phase der Pandemie" aus, meinte er in einer Aussendung. Denn die Anzahl der Mutationen nimmt stark zu- bei der britischen Variante mit einem starken Ost-West-Gefälle, bei der Südafrika-Variante mit einer starken Konzentration in Tirol. "Sobald die Mutationen mit ihrem erhöhten Ansteckungsrisiko eine Dominanz erreichen - das werden wir in den ersten Regionen im Osten Österreichs in den kommenden zwei Wochen erleben -, wird dies zu einer Erhöhung der Neuinfektionszahlen führen", prognostizierte der Minister. Österreichweit wurden die infektiöseren Coronavirus-Mutationen bisher 1.375 Mal bestätigt. Die britische Variante B.1.1.7 wurde 1.096 Mal nachgewiesen, die südafrikanische B.1.351 bisher 279 Mal, geht aus dem neuen SARS-CoV-2-Varianten-Bericht der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hervor.

Öffnungsschritte sind deshalb keine möglich. Der Zunahme soll unter anderem mit verstärkten Testungen entgegengewirkt werden. "Dies funktioniert derzeit großartig - auch in den vergangenen 24 Stunden wurde wieder ein Rekordwert von 291.000 Testungen eingemeldet - die Gesamtzahl der in Österreich durchgeführten Testungen liegt damit bereits bei 12,2 Millionen", freute sich Anschober.

Seit Beginn der Pandemie sind in Österreich bereits 8.260 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben - seit Montag wurden 39 weitere Tote gemeldet, so die Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium. Innerhalb einer Woche verzeichneten die Behörden 189 Covid-19-Tote. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 92,8 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Wieder gestiegen ist auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Insgesamt 1.376 Menschen waren am Dienstag hospitalisiert, 38 mehr als am Sonntag. Auf den Intensivstationen befanden sich 258 Erkrankte, diese Zahl ist seit Sonntag stabil.

Den 1.427 Neuinfektionen standen am Dienstag etwas mehr Genesene gegenüber - 1.451 Menschen wurden hier registriert. Somit gab es österreichweit 13.971 bestätigte aktive Fälle, um 63 weniger als am Montag. Das sind in etwa so viele Infizierte, wie die Tiroler Bezirkshauptstadt Schwaz Einwohner hat. Laut dem Gesundheitsministerium entfallen derzeit 553 aktive Fälle auf Bewohner von Alters- und Pflegeheimen.

Seit Beginn der Pandemie wurden österreichweit bereits 436.139 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. 413.908 Menschen haben eine Infektion überstanden.

Die meisten Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden mit 372 in Wien registriert. In der Steiermark waren es 226, in Oberösterreich 215 und in Niederösterreich 212 neue Fälle. Kärnten meldete 125 Neuinfektionen, Salzburg 110, Tirol 78, das Burgenland 67 und Vorarlberg 22 neue Fälle.

Die kommenden zwei Wochen sollen zeigen, ob die derzeitigen Maßnahmen ausreichend sind, betonte Anschober. Bis Ostern, das heuer Anfang April ist, sei die Lage unsicher. Sollte diese Zeit mit "stabilen Zahlen" überdauert werden, "können weitere Öffnungsschritte erfolgen, und die Lage in der Pandemie wird sich besser kontrollieren lassen. Denn es ist unser Ziel, bis Ostern rund eine Million Menschen zu impfen und mit steigenden Temperaturen sollte auch das Risiko der Pandemie schrittweise leicht sinken", konstatierte der Gesundheitsminister.

Quelle: Agenturen