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Trump warnt NATO ohne Beistand vor "schlechter Zukunft"

Heute, 00:17 · Lesedauer 2 min

US-Präsident Donald Trump warnt die NATO vor einer "sehr schlechten Zukunft", sollten die Verbündeten den USA im Konflikt mit dem Iran nicht beistehen. Auf die Frage, welche Hilfe er benötige, um die Straße von Hormuz zu öffnen, sagte Trump in einem Interview mit der "Financial Times": "Was auch immer nötig ist." Eine Ausweitung des EU-Marine-Einsatzes ist jedoch unwahrscheinlich, wie ein Insider vor dem Treffen der EU-Außenminister am Montag im Brüssel sagte.

Die Europäische Union (EU) will einem hochrangigen EU-Vertreter zufolge ihren Marine-Einsatz "Aspides" im Nahen Osten zwar mit mehr Schiffen ausstatten, eine Ausweitung der Mission auf die derzeit blockierte Straße von Hormuz gilt jedoch als unwahrscheinlich. Bei einem Treffen der EU-Außenminister am Montag in Brüssel werde es darum gehen, weitere Mitgliedstaaten zur Bereitstellung von mehr Kapazitäten zu bewegen, sagte der EU-Vertreter, der anonym bleiben wollte, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

"Der Schutz von Schiffen in der Straße von Hormuz in der gegenwärtigen Lage ist eine Entscheidung, die die Minister nicht auf die leichte Schulter nehmen werden", sagte er weiter. Jede Änderung des Mandats von "Aspides" erfordert die einstimmige Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten. Die Mission wurde 2024 ins Leben gerufen, um Schiffe im Roten Meer vor Angriffen der Huthi-Rebellen aus dem Jemen zu schützen.

Trump erwägt, wie er der "Financial Times" sagte, auch, sein für diesen Monat geplantes Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu verschieben, um Peking dazu zu drängen, bei der Freigabe der Wasserstraße zu helfen.

Zusammenfassung
  • US-Präsident Donald Trump warnt die NATO vor einer "sehr schlechten Zukunft", sollten die Verbündeten im Konflikt mit dem Iran keine Unterstützung leisten.
  • Die EU hält eine Ausweitung ihres Marineeinsatzes "Aspides" auf die aktuell blockierte Straße von Hormuz für unwahrscheinlich, da eine Mandatsänderung die Einstimmigkeit aller 27 Mitgliedstaaten erfordert.
  • Trump erwägt, sein für diesen Monat geplantes Gipfeltreffen mit Chinas Präsident Xi Jinping zu verschieben, um Peking zur Unterstützung bei der Freigabe der Wasserstraße zu bewegen.