Terror-Anschlag: Zwei Männer retten verletzten Polizisten

03. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Zwei junge Männer retteten während des Terror-Anschlags in der Wiener Innenstadt einen verletzten Polizisten. Einer der beiden schildert die Szenen.

"Es gab keine andere Wahl, als zu helfen“, erzählt Mikail Özen. Inmitten des Terror-Anschlags am Montagabend in Wien zeigten er und sein Freund Recep Gültekin Courage. So wurden sie zum Gesicht für die vielen Helden, die an diesem schrecklichen Abend Menschen geholfen haben.

Während ein Täter auf Menschen schoss, zögerten sie nicht und halfen Menschen. Darunter war auch ein schwerverletzter Polizist, der von einem Angreifer angeschossen wurde. 

Von Täter angeschossen 

Eigentlich wollten die beiden auf einen letzten Kaffee vor dem Lockdown gehen, als plötzlich Schüsse fielen. Während sie ihr Auto am Schwedenplatz parkten, hörten sie die Schüsse. Recep Gültekin kam einer auf dem Boden liegenden Frau zu Hilfe. Dabei wurde er von einem Täter angeschossen.

"Der Angreifer hat auf ihn gefeuert. Recep konnte sich aber intuitiv mit einem Purzelbaum retten. Er hat einen Splitter abbekommen", beschreibt Özen die Situation. Sie fuhren zur nächsten Polizeistation und schilderten den Beamten die Situation. Gültekin konnte auch eine Beschreibung des Täters abgeben.

Danach hätten die Kampfsportler eigentlich den ersten Bezirk verlassen sollen. "Aber dann haben wir eine ältere Dame gesehen, sie lief ahnungslos mitten ins Geschehen", sagt Özen. Daher seien sie wieder ausgestiegen und haben die Frau in Sicherheit gebracht. Dann seien erneut Schüsse gefallen. 

Schwer verletzten Polizisten gerettet

"Wir haben uns gebückt weiter bewegt und einen Polizisten am Boden liegen gesehen, er war am Verbluten. Wir haben uns kurz angesehen und gesagt: 'renn!'", erzählt Özen von der Situation. Die zwei Männer trugen den Polizisten zum Krankenwagen. 

Für ihren selbstlosen Einsatz während des Anschlags werden die beiden Helden in sozialen Netzwerken gefeiert. Özen berichtet auf Instagram und in einem Video auf Twitter über die Geschehnisse.

Quelle: Redaktion / apb