APA - Austria Presse Agentur

Studie zeigt: Bevölkerung ist im Umgang mit Pandemie immer leichtsinniger

11. März 2021 · Lesedauer 2 min

Die Österreicher werden zunehmend leichtsinnig im Umgang mit Corona. Das glauben 78 Prozent der Befragten einer Market-Erhebung. Für die Studie wurden 1.000 Österreicher befragt.

Nur neun Prozent finden, dass die Bevölkerung überhaupt nicht sorglos damit umgehe. Über die Monate habe die Pandemie einfach ihren Schrecken verloren, meinte knapp die Hälfte der Österreicher, so das Ergebnis der am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Studie.

1.000 Österreicher befragt

Die Befragten nannten mehrere Gründe, weshalb das Coronavirus als weniger gefährlich eingeschätzt wird: Man kenne keine Todesfälle im persönlichen Umfeld, dafür aber viele Berichte über milde Krankheitsverläufe. Auch wurde die Erwartung von bevorstehenden Massenimpfungen und die hohe Nutzung der Corona-Tests als Gründe genannt. Das Linzer Meinungsforschungsinstitut hat 1.000 Österreicher online befragt.

Ein Jahr Pandemie 

Die Einstufung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus als Pandemie jährt sich am Donnerstag zum ersten Mal. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nahm diese Einstufung am 11. März 2020 vor. Der Pandemie-Begriff setzt sich aus den altgriechischen Wörtern "pan" für "alles" und "demos" für "Volk" zusammen. Die WHO-Definition bedeutet, dass die gesamte Weltbevölkerung potenziell einem Erreger ausgesetzt ist - und das Risiko besteht, dass "ein Teil von ihr erkrankt".

Weltweit mehr als 177 Millionen Ansteckungen

Ihre höchste Alarmstufe wegen des neuartigen Erregers hatte die WHO allerdings schon am 30. Jänner 2020 ausgerufen, indem sie die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zum "öffentlichen Gesundheitsnotfall von internationalem Interesse" erklärte. Seit der Registrierung der ersten Infektionen im Dezember 2019 in China wurden bis heute weltweit mehr als 117 Millionen Ansteckungen nachgewiesen. Mehr als 2,6 Millionen Infizierte starben.

Quelle: Agenturen / Redaktion / pea