APA - Austria Presse Agentur

Skigebiete: Erneut starker Andrang am Semmering trotz Sperrgittern

26. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Nach dem starken Andrang am Freitag am Semmering hat die Gemeinde reagiert und Sperrgitter aufgestellt. Am Samstag war dennoch erneut viel los.

Weil auf dem Semmering (Bezirk Neunkirchen) am Christtag trotz erhöhter Präsenz der Exekutive, entsprechender Durchsagen und Schilder die geltenden Covid-19-Abstandsregeln "nicht immer eingehalten" worden seien, hat die Gemeinde am Samstag reagiert. In der Früh wurden laut Bürgermeister Hermann Doppelreiter (ÖVP) 250 Sperrgitter aufgestellt. Zudem appellierte der Ortschef an die Gäste, ausschließlich offizielle Parkplätze zu verwenden.

Das gute Wetter und der bevorstehende Alpine Skiweltcup haben am Samstag trotzdem für deutlichen Andrang gesorgt. In den anderen Skigebieten war zwar mehr los als zu Saisonbeginn am 24. Dezember, ein Massenansturm blieb aber aus.

Eine Rodelwiese gesperrt

Die am Christtag sehr stark frequentierte Rodelwiese auf der sogenannten Panhanswiese wurde mit Sperrgittern abgesichert und ist demnach nur mehr für eine begrenzte Personenanzahl zugänglich, teilte Doppelreiter mit. "Wir werden kontrollieren, wer das Areal betritt. Wenn das nicht funktionieren sollte, werden wir morgen (am Sonntag, Anm.) ganz absperren." Die Rodelwiese beim Soldatenfriedhof sei bereits geschlossen.

"Es ist für uns nicht möglich zu beurteilen, wer in einem gemeinsamen Haushalt lebt. Aber so wie gestern konnte es nicht weitergehen", betonte der Bürgermeister in einer Aussendung. Die 250 Sperrgitter würden es "ermöglichen, nur eine bestimmte Personenanzahl in die Areale einzulassen".

Mehr Andrang als am heiligen Abend

Strahlendes Wetter über den meisten Teilen der Steiermark und Kärntens sorgte am Samstag, Stephanitag, für guten Besuch in den Skigebieten. Der Andrang war deutlich höher als am weitgehend nebeligen Heiligen Abend. Die Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 konnten überall eingehalten werden, auch dank Ordnerdiensten, sagten übereinstimmend die Fachgruppenobleute Seilbahnen der jeweiligen WK, Fabrice Girardoni und Manuel Kapeller-Hopfgartner.

Für den steirischen Seilbahnen-Vertreter Girardoni wurden die Covid-19-Sicherheitsvorkehrungen mit Masken und Abständen befolgt. "Die Maßnahmen wurden überall eingehalten", sagte Girardoni zur "APA". Szenen wie am NÖ-Semmering, wo es auf den Rodelpisten dicht gedrängt zuging, habe es nicht gegeben.

Das konnte der Kärntner Fachgruppenobmann für Seilbahnen, Manuel Kapeller-Hopfgartner, auch für sein Bundesland bestätigen. "Wir sind gut besucht und es ist generell mehr als am Heiligen Abend. Das dürfte auch daran liegen, dass in einem normalen Winter in Kärnten gut und gern 50 Prozent Einheimische auf den Pisten sind", so Kapeller zur "APA".

Quelle: Agenturen