APA - Austria Presse Agentur

Spanische Hofreitschule: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue

04. Jan 2022 · Lesedauer 2 min

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Spanischen Hofreitschule soll auf Kosten der Hofreitschule einen Lipizzaner-Hengst seiner Tochter zureiten haben lassen. Die Staatsanwaltschaft Wien hat deshalb ein Ermittlungsverfahren gegen drei Beschuldigte wegen Untreue eingeleitet.

Bei den Verdächtigen - für diese gilt die Unschuldsvermutung - dürfte es sich um den Aufsichtsratsvorsitzenden Johann Marihart, die ehemalige Geschäftsführerin der Hofreitschule, Elisabeth Gürtler, und Erwin Klissenbauer, derzeit Co-Geschäftsführer der Hofreitschule, handeln. Behördensprecherin Nina Bussek bestätigte zwar die Ermittlungen, nannte jedoch keine Namen. 

Zwei Anzeigen

Gegen die drei Genannten hatte der frühere Erste Oberbereiter Klaus Krzisch eine Sachverhaltsdarstellung bei den Strafverfolgungsbehörden eingebracht. Zudem ging eine zweite, anonyme Anzeige ein. Die Staatsanwaltschaft prüfte, ob ein begründeter Anfangsverdacht vorliegt. Nun geht die Anklagebehörde von einer ausreichenden Verdachtslage aus, ein offizielles Strafverfahren wurde in Gang gesetzt.

Marihart hatte nach Bekanntwerden der gegen ihn gerichteten Vorwürfe diese zurückgewiesen. Der Hengst sei "ein Sponsorpferd, für dessen Haltung und Ausbildung die Spanische Hofreitschule von privater Hand die Kosten erstattet bekommen hat", stellte er klar. Und weiter: "Würde man mehr Menschen für solche Investments gewinnen, ließen sich die finanziellen Probleme der Hofreitschule deutlich lindern."

Quelle: Agenturen / lam