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Schweizer Forscher fanden neue Antikörper gegen Omikron-Varianten

28. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Das Lausanner Universitätsspital (Chuv) und die ETH Lausanne (EPFL) haben einen neuen monoklonalen Antikörper entdeckt, der die Omikron-Varianten des Coronavirus neutralisiert. Diese Erkenntnis ermöglicht neue Wege für vorbeugende und therapeutische Anwendungen.

Bei Affen hat der neue Antikörper eine therapeutische Wirkung gezeigt sowie einen vollständigen Schutz, wenn er prophylaktisch eingesetzt wurde, wie das Chuv in einer Mitteilung schreibt. Diese Ergebnisse, die im Magazin "Nature Microbiology" veröffentlicht wurde, böten neue Perspektiven zum Schutz von Risikopersonen, insbesondere von Personen mit Immunschwäche.

Der Antikörper mit der Bezeichnung P2G3 war von einem infizierten und zweimal geimpften Spender isoliert worden. Er zeigte eine sehr starke neutralisierende Aktivität gegen alle besorgniserregenden Corona-Varianten, einschließlich Omikron.

Spike-Protein-Bindung verhindert Infektion

Durch eine Bindung an eine bestimmte Region des Spike-Proteins kann der Antikörper das Virus daran hindern, sich an jenen Rezeptor anzuhängen, der auf den von der Infektion betroffenen Zielzellen vorhanden ist. Durch diese Bindung verhindert der Antikörper zudem - anders als alle bisher zugelassenen Antikörper - Mutationen bei allen Varianten.

Forschung an Omikron-Varianten BA.4 und BA.5

Diese Forschung wurde vor dem Auftreten der Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 durchgeführt. Jüngste Daten deuten laut der Mitteilung jedoch darauf hin, dass der Antikörper seine neutralisierende Aktivität beibehält. Klinische Studien, die im August 2022 beginnen, sollen dies bestätigen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz