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R. Kellys Ex-Manager soll Kino mit Schießerei gedroht haben

14. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Der frühere Manager des in Haft sitzenden Sängers R. Kelly (53, "I Believe I Can Fly") soll 2018 einem Kino mit einer Schießerei gedroht haben, falls dort die kritische Dokumentation "Surviving R. Kelly" gezeigt würde. Donnell Russell (45) soll im Dezember des Jahres deswegen im NeueHouse-Kulturclubhaus angerufen haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in New York mit.

Der frühere Manager des in Haft sitzenden Sängers R. Kelly (53, "I Believe I Can Fly") soll 2018 einem Kino mit einer Schießerei gedroht haben, falls dort die kritische Dokumentation "Surviving R. Kelly" gezeigt würde. Donnell Russell (45) soll im Dezember des Jahres deswegen im NeueHouse-Kulturclubhaus angerufen haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in New York mit.

Das Event, zu dem auch einige der mutmaßlichen Opfer Kellys kommen sollten, wurde seinerzeit abgesagt und das Gebäude evakuiert. Dem Ex-Manager drohen nun bis zu fünf Jahre Haft, hieß es weiter.

Es ist nicht der erste Vorwurf gegen Russell. Bereits am Mittwoch hatten die Ermittler erklärt, ihn und zwei weitere Männer festgenommen zu haben, weil sie mutmaßliche Missbrauchsopfer von Kelly bedroht haben sollen. Russell und die anderen Verdächtigen im Alter von 31 und 37 Jahren sollen unter anderem ein Auto angezündet und die Mutter von einer der Zeuginnen telefonisch bedroht haben.

Nachdem der US-Sender Lifetime die dreiteilige Dokuserie im Jänner 2019 gezeigt hatte, beendete die Plattenfirma RCA die Zusammenarbeit mit dem früheren Musik-Superstar. Er sitzt seit vergangenem Sommer in Chicago in Haft. Dort sowie in New York und Minnesota liegen lange Anklageschriften gegen ihn vor - unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Der Musiker beteuert seine Unschuld und hat bereits mehrfach auf nicht schuldig plädiert.

Die Vorwürfe des Missbrauchs Minderjähriger und erwachsener Frauen reichen bis in die 1990er-Jahre zurück. Der Prozess gegen ihn ist wegen der Corona-Krise zunächst auf den Herbst verschoben worden. Mehrere Anträge auf vorzeitige Haftentlassung wurden abgelehnt.

Quelle: Agenturen