APA - Austria Presse Agentur

PCR-Testchaos: Nachtschwärmer warteten 50 Stunden auf Testergebnis

27. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Für Feierwillige in Vorarlberg wurde das Wochenende teils zum Flop. Manche mussten über 50 Stunden auf ihr Testergebnis warten, somit war der Zutritt zur Nachtgastronomie nicht möglich. Die Verärgerung ist groß.

24 Stunden sollte es dauern, bis das Ergebnis eines PCR-Tests vorliegt - für Ungeimpfte das Eintrittsticket in die Nachtgastro. Eine Zeitspanne, von der man in Vorarlberg laut einem Bericht von "orf.at" am vergangenen Wochenende nur träumen konnte. Teilweise wurde über 50 Stunden auf das Testergebnis gewartet.

Nachtgastronomie-Sprecher: 95 Prozent Gewinn-Einbußen am Land

Stefan Ratzenberger, Sprecher der Nachtgastronomen, spricht von 95 Prozent Gewinneinbußen am Land und bis zu 50 in Wien nach der Einführung der PCR-Testpflicht.

96 Prozent weniger Umsatz

Die Gastronomen klagen über massive Einbußen, weil ihre Gäste nicht rechtzeitig zum vorgeschriebenen Test-Ergebnis kamen und deshalb nicht in die Lokale durften. "Wir haben leider einen Umsatzrückgang von 96 Prozent gehabt", klagt ein Wirt aus Röthis. Gastro-Sprecher Stefan Köb bestätigt, dass das bei weitem kein Einzelfall gewesen sei. 

Ein entsprechendes Szenario zeichnete bereits vergangene Woche Nachtgastronomie-Sprecher Stefan Ratzenberger.

"Nachtgastronomie hat Mitbringsel, die die Ausbreitung begünstig"

Umweltmediziner Hans Peter Hutter zur Ausbreitung der Delta-Variante und möglichen Maßnahmen, die den Anstieg eindämmen könnten. 

Testangebot gestoppt

Man arbeite mit Hochdruck daran, die Laborkapazitäten aufzustocken, damit das Testen - und die Auswertung - am kommenden Wochenende in der versprochenen Zeit umgesetzt werden kann. Das Gratis-Angebot der Apotheken wurde bis vorerst Donnerstag gestoppt. Man wolle die Infrastruktur ausweiten und in 26 Apotheken am Donnerstagfrüh wieder mit den kostenlosen Testungen beginnen. 

In Vorarlberg wurden am Montag 26 Neuinfektionen vermeldet, Untersuchungen legen nahe, dass sie alle auf die Delta-Variante zurückzuführen sind. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam