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Mühlviertler setzten auf Anti-Wurmmittel: Starben an Corona

18. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Die Oö. Gesundheitsholding hat auf Social Media kursierende Berichte um den tödlichen Ausgang einer Ivermectin-Vergiftung einer oö. Familie dementiert. Sie seien an Corona verstorben.

Die Familienmitglieder haben im Krankenhaus ihre schwere Corona-Erkrankung damit begründet, dass sie zu wenig von dem Anti-Wurm-Mittel eingenommen haben. Zwei Mitglieder der Familie starben, zwei überlebten die Infektion.

Die Sprecherin der Gesundheitsholding Jutta Oberweger gab auf APA-Anfrage am Donnerstag bekannt, dass sich der Fall bereits vor eineinhalb Wochen im Krankenhaus Rohrbach im Mühlviertel zugetragen habe. Damals seien der Vater und der Schwiegervater auf der Intensivstation, die Mutter und der Sohn der Familie auf der Normalstation wegen Covid-19 behandelt worden.

Hersteller selbst gegen Verwendung

Der Schwiegervater starb sehr schnell, der Vater wenig später. Die Mutter und der Sohn überlebten. Das Spital konnte die beiden mittlerweile entlassen. Bei der Behandlung hätten die Patienten angegeben, sie hätten eben zu wenig Ivermectin eingenommen, deswegen habe es nicht gegen Covid-19 geholfen.

Ivermectin ist nicht für die Behandlung von Covid-19 zugelassen, vielmehr warnen zahlreiche Institute, Einrichtungen wie die WHO und Experten vor der Einnahme des Entwurmungsmittel bei Covid-19. Am Mittwoch meldete sich auch der Hersteller selbst uns sprach sich klar gegen die Verwendung aus. Bei einer Überdosierung kann Ivermectin toxisch wirken. Auch in Österreich soll es bereits Vergiftungen gegeben haben.

Quelle: Agenturen