Mehrere Verschüttete bei Lawinenabgängen in Vorarlberg

02. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Bei drei kurz aufeinanderfolgenden Lawinenabgängen im Skigebiet Warth-Schröcken (Bezirk Bregenz) sind am Dienstag mehrere Wintersportler ganz oder teilweise verschüttet worden. Zwei von ihnen mussten unterkühlt in Krankenhäuser gebracht werden. Die Lawinengefahr in Vorarlberg lag am Mittwoch weiter bei Stufe vier auf der fünfteiligen Skala und blieb damit hoch. Spontane und auch sehr große Lawinen sind möglich, hieß es im täglichen Bericht der Landeswarnzentrale.

Die ersten beiden Lawinen gingen um 13.10 Uhr im Hubertobel unterhalb der Bergstation des Steffisalp Express im freien Skigelände ab. Ein 53-jähriger Skifahrer wurde bis zur Hüfte verschüttet, konnte sich aber gleich selbst befreien und weiterfahren. Unmittelbar darauf löste sich ein zweites Schneebrett und verschüttete einen 61-jährigen Skifahrer komplett. Er wurde nach rund 15 Minuten leicht verletzt und unterkühlt von seinen Begleitern gerettet. Der Mann wurde ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht.

Gegen 13.35 Uhr lösten zwei Brüder im Variantenbereich neben der Piste beim Steffisalp Express im freien Gelände ein Schneebrett aus. Einer der beiden, ein 21-Jähriger, wurde rund 100 Meter mitgerissen und in einer Tiefe von etwa 140 Zentimetern komplett verschüttet. Er trug keine Lawinensuch-Ausrüstung, konnte aber nach etwa einer halben Stunde von der Bergrettung unterkühlt geborgen werden. Sein 23-jähriger Bruder hatte die Lawine beobachtet, sofort die Einsatzkräfte alarmiert und selbst zu suchen begonnen. Der Verletzte wurde ins Landeskrankenhaus Bregenz gebracht.

Quelle: Agenturen