Maskenpflicht: Ministerium will bis 23. Oktober entscheiden

10. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt hoch, über ein Comeback der "Maskenpflicht" wird spekuliert. Bis spätestens 23. Oktober will das Gesundheitsministerium eine Entscheidung treffen, hieß es am Montag gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal.

Die Gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination (Gecko) hatte per Aussendung vom Freitag empfohlen, wieder vermehrt FFP2-Masken zu tragen - insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Innenräumen.

Maskenpflicht in Lebensmittelhandel, Öffis und Innenräumen

Man werde die Entwicklung in den kommenden Tagen genau analysieren, so das Ministerium laut Mittagsjournal. Die grüne Klubobfrau Sigrid Maurer hat auf PULS 24 angekündigt, dass die Maskenpflicht in Innenräumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und auch im Lebensmittelhandel zurückkommen wird.

"Maskenpflicht hätte nie abgeschafft werden sollen"

Laut dem Public Health Experten Hans-Peter Hutter (MedUni Wien) hätte die Maskenpflicht gar nicht erst beendet werden dürfen. "Das An- und Ausschalten von Maßnahmen hat den Riesennachteil, dass sich nie ein Automatismus entwickeln kann. Bei jedem erneuten Einführen der Maskenpflicht kommt es zu einer großen Diskussion und es braucht Erklärungen, warum die Maske hier getragen werden muss und da nicht. Die Maskenpflicht hätte nie abgeschafft werden sollen", so Hutter gegenüber dem "Kurier". Laut dem Public Health Experten sollte eine Maske in Innenräumen getragen werden, in denen man sich mit mehreren Personen aufhält, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und das Lüften nicht ausreichend möglich ist.

Das "gelindeste Mittel", um Spitalsüberlastung zu verhindern

Virologe und Gecko-Mitglied Andreas Bergthaler meinte, das Tragen einer Maske sei das gelindeste Mittel, "um zu verhindern, dass die Spitäler wieder überlastet werden". Dagegen sprach sich am Montag der Handelsverband gegen erneute Einführung einer Maskenpflicht im Lebensmittelhandel aus - auch aus wirtschaftlichen Überlegungen. Man kämpfe mit Personalmangel. "Die Einführung einer Maskenpflicht würde bei vielen Mitarbeitenden das Fass zum Überlaufen bringen", argumentierte Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Studien würden belegen, der Handel sei kein Corona-Hotspot.

Quelle: Agenturen / ddj