APA - Austria Presse Agentur

Drei ÖRV-Boote in Varese im EM-Vorfeld um Olympia-Tickets

02. Apr 2021 · Lesedauer 3 min

Einer-Ruderin Magdalena Lobnig hat schon vor mehr als eineinhalb Jahren bei den Heim-Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim einen Olympia-Quotenplatz geholt. Nun könnte sie in Österreichs Aufgebot für Tokio 2021 Gesellschaft erhalten. Drei Bootsbesatzungen bemühen sich ab Ostermontag in Varese in Italien in der dreitägigen europäischen Kontinental-Regatta um Tickets für die Spiele. Ab Freitag nächster Woche finden ebendort die Europameisterschaften u.a. mit Lobnig statt.

In der Ausscheidung für Olympia müssen die Leichtgewichts-Doppelzweier Julian Schöberl/Paul Sieber sowie Louisa Altenhuber/Valentina Cavallar zumindest Rang zwei erreichen, Einer-Athlet Lukas Reim würde Platz drei reichen. Allerdings kann jede Nation bei dieser Regatta maximal einen Quotenplatz holen. Sind es zwei oder mehrere, muss sich der jeweilige Verband entscheiden, welchen Quotenplatz man behalten will. Bei der Rückgabe eines Quotenplatzes rückt das nächstplatzierte Boot nach.

Österreichs Verband (ÖRV) hat sich intern abgestimmt, welcher Quotenplatz mehr Gewicht hätte und welcher zurückgegeben würde, sollten zwei oder alle drei Boote zuschlagen. Die Intensiv-Vorbereitung wurde einerseits seit Jahresbeginn in Sabaudia in Italien, zum anderen im März in Völkermarkt absolviert. Nationaltrainer Robert Sens berichtete von guten Trainingswochen, der Deutsche gab sich trotz starker Konkurrenz zuversichtlich: "Die Athleten gehen angriffslustig in die Qualifikation."

Für Altenhuber und Cavallar ist es ihre erste internationale Regatta, bei der Heim-WM war Altenhuber noch mit Laura Arndorfer angetreten. "Die beiden haben echt super zusammengefunden", sagte Sens. "Valentina als junge und Louisa als erfahrenere Athletin sind ein gutes Team." Für die beiden wäre es wie für Reim die Olympia-Premiere. "Ich bin physisch stärker geworden und ich fühle mich auch stark", erklärte Reim. Nun ginge es darum, die zusätzliche Kraft auch ins Boot zu bringen.

Während der 23-Jährige in seinem ersten Jahr in der offenen Klasse auch im taktischen Bereich noch Aufholbedarf hat, sind Schöberl und Sieber routinierter. Letzterer bringt aus Rio 2016 sogar Olympia-Erfahrung mit. Bei den Europameisterschaften 2018 waren sie schon gemeinsam angetreten. Danach waren die beiden dann gegeneinander gerudert, ehe sich mit Matthias Taborsky bzw. Bernhard Sieber der jeweilige Partner von den Leichtgewichten verabschiedete bzw. die Karriere beendete.

Für die EM sind neben Lobnig der Doppelvierer mit Jörg Auerbach, Armin Auerbach, Thomas Lehner und Julian Brabec sowie der Leichtgewichts-Doppelvierer mit Lukas Kreitmeier, Philipp Kellner, Severin Erlmoser und Sebastian Kabas gemeldet. Die finale Olympia-Qualifikation ist für 16. bis 18. Mai in Luzern angesetzt, wobei sich dann am Rotsee neben dem Doppelvierer auch der Männer-Vierer versuchen wird.

Quelle: Agenturen