APA - Austria Presse Agentur

Heuer schon mehr junge Corona-Tote als im ganzen Vorjahr

02. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Trotz zwei heftigen Corona-Wellen im Vorjahr sind bis Ende Juli 2021 mehr jüngere Covid-Patienten auf den heimischen Intensivstationen (ICU) behandelt worden als im gesamten Vorjahr.

Im Vorjahr wurden insgesamt 213 Covid-Patientinnen und -Patienten, die jünger als 40 Jahre alt waren, intensivmedizinisch betreut. In den ersten sieben Monaten des heurigen Jahres waren es schon 246. Das geht aus Zahlen der Gesundheit Österreich GmbH hervor. 

Todesfälle bei Jungen steigen

Auch der Anteil der jungen Intensivpatientinnen und -patienten, die Covid-19 nicht überleben, steigt. 2020 starb kein einziger der insgesamt 32 Zehn-bis 19-Jährigen, die auf Intensivstationen gebracht werden mussten. Seit Jänner sind bereits drei von bisher 18 Intensiv-Patientinnen und Patienten im Teenageralter gestorben.

Von den 60 Personen im Alter zwischen 20 und 29, die zwischen 1. Jänner und 31. Juli 2021 intensivmedizinisch gepflegt wurden, sind sechs und damit zehn Prozent an Covid-19 verstorben. Von Anfang Jänner bis Ende August des Vorjahrs hat demgegenüber einer von 17 schweren Fällen in dieser Altersgruppe Corona nicht überlebt.

Stellt man den ICU-Belag der jüngeren Bevölkerungsgruppen im letzten Quartal des Vorjahrs dem der ersten sieben Monate des heurigen Jahres gegenüber, zeigt sich, wie vergleichsweise gut die Jungen durch die zweite Welle gekommen sind. Der Anteil der 20- bis 29-Jährigen sowie der 30 bis 39-Jährigen hat sich seither mit Zuwächsen von 30 auf 66 bzw. 77 auf 140 jeweils fast verdoppelt.

Um mehr Junge zum Impfen zu motivieren hat die Kampagne "Österreich impft" zu kreativen Mitteln gegriffen. Sie wirbt für den Stich jetzt auch auf der Datingplattform Tinder. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam