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Große Menge an Gülle in Oberösterreich ausgetreten

08. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

In Frankenmarkt (Bezirk Vöcklabruck) sind am Samstag große Mengen an Gülle aus einer Jauchegrube ausgetreten und über eine Wiese in einen Bach geflossen. Von dort aus breitete sich die Gülle in acht angrenzende Fischteiche aus. Von der Verunreinigung sind auch Trinkwasserbrunnen betroffen. Wie hoch der Schaden ist, ließ sich vorerst nicht sagen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Beeinträchtigung der Umwelt gegen einen Landwirt eingeleitet.

Der Bauer hatte im Verlauf des gestrigen Tages mehrere Fässer Gülle zu der sich auf einem Hügel befindlichen Grube gebracht. Was genau zum Austritt der Jauche geführt hat, war zunächst aber nicht klar. Die Grube selbst dürfte dem Vernehmen nach intakt sein. Die Freiwillige Feuerwehr versuchte noch mit Sandsäcken einzugreifen, bis dahin waren aber bereits rund 30 Kubikmeter Gülle ausgeflossen.

"Wir versuchen nach wie vor, die Fische in den Teichen mit Frischwasser zu versorgen. Ein Großteil der Fische ist aber verendet", sagte Sebastian Kirtsch, Kommandant der FF Frankenmarkt, am Sonntagvormittag zur APA. In den miteinander verbundenen Aufzuchtteichen eines Vereins von Hobbyfischern hätten sich geschätzte 500 Kilo Jungfisch befunden. Parallel arbeitete die Feuerwehr daran, die ausgeflossenen Feststoffe mit schwerem Gerät abzutragen und die betroffenen Haushalte wieder mit Trinkwasser zu versorgen. Laut Kirtsch dürfte von dem Gülleaustritt eine Fläche von rund zwei Hektar betroffen sein.

Zusammenfassung
  • In Frankenmarkt (Bezirk Vöcklabruck) sind am Samstag etwa 30 Kubikmeter Gülle aus einer Jauchegrube ausgelaufen und haben eine Fläche von rund zwei Hektar sowie acht angrenzende Fischteiche verunreinigt.
  • Durch den Vorfall sind auch Trinkwasserbrunnen betroffen, und rund 500 Kilo Jungfisch sind laut Feuerwehrkommandant Sebastian Kirtsch infolge der Verschmutzung verendet.
  • Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Beeinträchtigung der Umwelt gegen einen Landwirt, während die Feuerwehr mit schwerem Gerät an der Beseitigung der Feststoffe und der Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung arbeitet.