Größere Neuschneemengen in Westkärnten eingetroffen
Bereits am Vormittag brauchten Fahrzeuge am slowenischen Grenzübergang Loiblpass (B91) Schneeketten, im weiteren Tagesverlauf galt das auch für die Weißensee Straße (B87) zwischen Greifenburg und der Gemeinde Weißensee sowie für die Plöckenpass Straße (B110) zwischen Oberdrauburg und Kötschach-Mauthen. Am Abend waren dann neben zahlreichen Landesstraßen auch weitere Bundesstraßen betroffen, wie etwa die Katschbergstraße (B99), die Großglocknerstraße (B107), oder die Drautalstraße (B100) im Bezirk Spittal auf einer Länge von dutzenden Kilometern. Laut Informationen des ÖAMTC wurde die B100 kurz vor 18.00 Uhr bei Oberdrauburg überhaupt gesperrt.
Das Land Kärnten warnte am Abend vor erhöhter Lawinengefahr. "Abseits gesicherter Pisten besteht eine kritische Lawinensituation für Wintersportlerinnen und Wintersportler. Die Lawinengefahr steigt entlang der südlichen Landesgrenze in den Karnischen Alpen und in den Gailtaler Alpen West oberhalb von 1.800 Metern Seehöhe auf Gefahrenstufe vier." Auch spontane Lawinenabgänge im Laufe der Nacht seien möglich: "Vor allem an West-, Nord- und Osthängen oberhalb von 1.800 Metern."
S E R V I C E - Lawinenwarndienst Kärnten: https://lawinenwarndienst.ktn.gv.at
Zusammenfassung
- In Kärnten werden am Mittwoch und Donnerstag größere Neuschneemengen erwartet, weshalb für Teile des Bezirks Hermagor und einen Abschnitt des Drautals die zweithöchste Wetterwarnung ausgerufen wurde.
- Auf 13 Straßen herrschte am frühen Abend Kettenpflicht, mehrere Bundesstraßen wie die B100, B99 und B107 waren betroffen und die B100 wurde bei Oberdrauburg gesperrt.
- Die Lawinengefahr ist in den Karnischen Alpen und Gailtaler Alpen West oberhalb von 1.800 Metern auf Stufe vier gestiegen, Wintersportler werden vor einer kritischen Lawinensituation abseits gesicherter Pisten gewarnt.
